141208FreudenhausHarburg - 68 Bordelle oder Wohnungen in denen Prostituierte arbeiten, sind im Bezirk Harburg dem Bezirksamt bekannt. Davon liegen 13 mit Genehmigung außerhalb von

Wohngebieten. 50 sind genehmigungsfrei. 13 davon liegen in Wohngebieten. Eine Einrichtung befindet sich ungenehmigt in einem Wohngebiet. Eine weitere Einrichtung, die sich außerhalb der Wohngebiete befindet, ist ebenfalls ungenehmigt.

Hier hat die Behörde ein Verfahren zur Herstellung ordnungsgemäßer Zustände eingeleitet. Drei weitere sind mit einer negativen Bescheinigung nach Zweckentfremdungs-Verordnung ansässig. Das ergibt sich aus der Antwort des Senates auf eine Kleine Anfrage des Bürgerschaftsabgeordneten André Trepoll (CDU).

Damit ist Harburg, abgesehen von den Rotlichtbezirken St. Pauli, St. Georg und Süderstraße, absolute Spitze. Denn in dem Bezirk Eimsbüttel sind lediglich sechs, in Wandsbek neun, in Altona fünf und in Bergedorf lediglich zwei solcher Etablissements den Bezirksämtern bekannt. Diese niedrigen Zahlen dürften falsch sein. Nach Erkenntnissen der Polizei sind Bordelle und Modellwohnungen flächendeckend über Hamburg verteilt.

In Harburg läuft, auch das ergab die Anfrage, das Geschäft mit dem Sex aus Behördensicht weitgehend problemlos. Seit 2010 wurden keine illegalen Bordelle aufgespürt und geschlossen. Rund um solche Betriebe gibt es aus polizeilicher Sicht keine Auffälligkeiten. Dem Bezirksamt ist lediglich eine Anwohnerbeschwerde bekannt. Besonders groß sind der Saunaclub Atmos am Großmoorbogen und das Freudenhaus an der Buxtehuder Straße. dl