141210harbakHarburg - Was in Science-Fiction-Filmen bereits seit Dekaden möglich ist, kommt mit immer größeren Schritten auf den realen Markt zu. Vernetzte, intelligente Wohnungseinrichtungen

werden in Zukunft der Standard sein.

Viele Annehmlichkeiten werden von Herstellern der Komponente des sogenannten „Smart Homes“, also des intelligenten Zuhauses, versprochen. Durch die Vernetzung von Entertainment, Heizung und vielen weiteren Geräten sollen Aufgaben gänzlich von alleine durchgeführt und so das Leben noch angenehmer gemacht werden. Doch welche Bereiche können überhaupt verbunden werden?

Prinzipiell sind dem munteren Verbinden von elektronischen Gegenständen in der Wohnung je nach passender Ausstattung keine Grenzen gesetzt. Gesteuert über einen Panel PC, etwa von Hematec, oder durch ein Smartphone oder Tablet lassen sich sowohl Küchengeräte, Entertainment-Komponente oder auch Sicherheitselemente bedienen. Der Kaffee wird brühwarm gekocht und die Heizung wärmt die Küche vor, noch bevor ein Fuß aus dem Bett getan wurde? Kein Problem mehr in Zeiten scheinbar unbegrenzter Technik.

Besonders angenehm sind in diesem Zusammenhang die Funktionen der intelligenten Unterhaltungselektronik. Sogenannte Smart-TVs, mit denen neben dem eigentlichen Zweck noch gezielt Seiten im Internet angesteuert werden können, sind dabei als Vorbote der neuen Errungenschaften anzusehen. Sie haben bereits den Sprung in die Wohnzimmer der Republik geschafft. Dass diese Geräte auch im Rahmen einer Gesamtvernetzung der Wohnung implementiert werden können, ist aber noch den wenigsten bewusst. Das Fernsehverhalten wird durch die Technik stark verändert: Filme werden angehalten, aufgenommen oder einfach abgespielt, wenn der Zuschauer Zeit hat. Auch das klassische Hören eines Radiosenders oder gespeicherter Musik wird sich ändern: Durch die Installation von verbundenen Lautsprechern in verschiedenen Räumen wird sich der Hausbewohner frei in seinem Domizil bewegen können, ohne, dass er auf die Musik verzichten muss – sie wird ihm auf Schritt und Tritt folgen.

Im Bereich der Sicherheit kann die intelligente Vernetzung eines Haushalts viele Vorteile bieten. Forscher des Frauenhofer-Instituts haben unlängst ihre Arbeit an einem Fußboden mit integrierten Sensoren vorgestellt. Diese sollen besonders in den Wohnungen älterer Bürger eingesetzt werden, da sie Stürze erkennen und so einen Prozess einleiten können, an dessen Ende der Notruf steht. Auch die Einbindung von Überwachungsanlagen, die von außerhalb mit dem Smartphone gecheckt werden können, trägt zur Sicherheit bei.


Mit der Wohnung wird so ein weiterer Teil des Lebens „smart“. Auch in der Automobilbranche wird ein großes Augenmerk auf elektrische Weiterentwicklung gelegt. dl

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