141110BachmannHarburg – Er war einer der ersten maritimen Bewohner auf der Harburger Schloßinsel, ein echter Seebär, der Ehren-Hafenmeister beim Jachtklub Hansa und ein Urgestein

des Binnenhafens: Jochen Bachmann, der in der vergangenen Woche im Alter von 76 Jahren in einem Krankenhaus starb.

Schon mit 15 Jahren heuerte er als Moses auf einem Kümo an. Wenn er Weihnachten nicht zu Hause war, hatte seine Mutter den Weihnachtsbaum bis Ostern stehen lassen. In den Zeiten in denen es noch keine Container gab, fuhr Jochen Bachmann als Matrose auf Stückgutfrachtern um die ganze Welt. Später wurde er Stauer Viz am Schuppen 70 im Hamburger Hafen. Die letzten Jahrzehnte erzählte der Seemann seine Geschichten den jungen Seglern und Wohnschiffern die sich im Harburger Binnenhafen ansiedelten.

Der Liedermacher Werner Pfeifer verewigte Jochen Bachmann und seinen Hauskater „Sir Ashley“ in seinem „Harburg Port Blues“. Seine Tänzchen die er aufführte, wenn er das Lied hörte, waren legendär. Ein bisschen sah der bärtige Seemann mit der Pfeife im Mund dann aus wie Kapitän Haddock aus dem Comic „Tim und Struppi“. Zuletzt lebte Jochen Bachmann in einem Seniorenheim in Wilhelmsburg.

Der Yachtclub Hansa in der Zitadellenstraße, den er mit gründete, wird Jochen Bachmann mit einer Abschiedsfeier ehren. st