141008GedenkHarburg - Unter dem Titel "Ausgegrenzt" stehen in diesem Jahr die Harburger Gedenktage, die von Freitag, 16. Oktober, bis Donnerstag, 13. November, an verschiedenen

Orten in Harburg stattfinden. Organisiert wird die Veranstaltung mit Ausstellungen, Lesungen, Stolperstein-Rundgängen und Gedenken an die Pogromnacht in Harburg von der Initiative Gedenken in Harburg.

"Die diesjährigen Harburger Gedenktage richten ihr Augenmerk auf das Schicksal von Armen und Unangepassten im Nationalsozialismus. Dazu zählten nach national-sozialistischem Verständnis nicht nur Bettler und Obdachlose, sondern auch Behinderte, Prostituierte, Zwangssterilisierte, Homosexuelle und selbst Nichtwähler", erklärt Initiator Klaus Möller. Und: "Sie galten als gemeinschaftsunfähig und wurden als Unerwünschte aus der nationalsozialistischen 'Volksgemeinschaft´ verstoßen."

Während der  Gedenktage 2014 ist die Ausstellung "Wohnungslose im Nationalsozialismus" in der141008Gedenk2 Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstraße 47a, zu sehen. Sie wird am Donnerstag, 16. Oktober, um 17 Uhr durch Dr. Christiane Rothmaler, von der Projektgruppe für die vergessenen Opfer des NS-Regimes, eröffnet. Eine öffentliche Führung ist für Sonnabend, 8. November, um 12 Uhr vorgesehen.

Am Donnerstag,  23. Oktober, liest Elisabeth Sukowski um 19.30 Uhr in der Bücherhalle Neugraben im Neugrabener Markt 7 die Erzählung „Meine Tante Annusch“, in der ihr Vater vor mehreren Jahren den Lebensweg seiner Tante Johanna Töpfer, die zu den Opfern der NS-Euthanasie zählte, nachzeichnete.

Zwei Rundgänge widmen sich der nationalsozialistischen Fürsorgepolitik vor Ort. Einer startet am Sonnabend,  25. Oktober,  um 11 Uhr am Kulturzentrum Rieckhof, der andere am Sonnabend, 8. November, um 15 Uhr an der Bücherhalle Harburg, Eddelbüttelstraße 47a. Zum weiteren Programm gehört ein Filmabend am Mittwoch, 5. November, an dem um 19 Uhr im Kuppelsaal der Goethe-Schule Harburg, Bennigsenstraße 7, der Film "Was hat Hamburg nur mit euch Frauen gemacht" gezeigt wird.

Eine öffentliche Gedenkveranstaltung auf dem Jüdischen Friedhof auf dem Schwarzenberg erinnert am Montag, 10. November, um 17 Uhr, an die antijüdischen Ausschreitungen in Harburg und ihre Folgen vor 76 Jahren. Sie endet mit einem anschließenden Gang zum Synagogenmahnmal an der Eißendorfer Straße. (cb)