140923PlatzHarburg – Die von der Behörde wegen Einsturzgefahr gesperrte Marktfläche wird den Harburger nicht so schnell wieder zur Verfügung stehen. Laut Bezirksamt ist an eine

schnelle Sanierung nicht gedacht. „Aktuell läuft ein Rechtsstreit zwischen dem Bezirksamt Harburg und dem ehemaligen Nutzer mit dem Ziel, die Ansprüche gegen den ehemaligen Nutzer durchzusetzen“, so Bettina Maak, Sprecherin des Bezirksamtes. Obwohl die Verwaltung bereits seit 2002 einen rechtskräftigen Titel gegen den ehemaligen Pächter hat, läuft laut Verwaltung erst jetzt  das Beweissicherungsverfahren, um ein Schadensbild und den Sanierungsaufwand zu ermitteln. Die Verantwortung ist dabei auf mehrere Schultern verteilt. Fachdienststelle, Rechtsamt und Bezirksamtsleiter sind mit dem Fall betraut. Dass man über zehn Jahre braucht um seine Ansprüche durchzusetzen, hat zu keinen Konsequenzen gegen Verantwortliche geführt. „Dazu gibt es keinen Anlass“, so Maak.

Trotz der Einsturzgefahr will man am Plan festhalten einen Toilettencontainer unterhalb der Marktfläche in dem baufälligen Gebäude aufzustellen. Das ist eine Zwischenlösung, die um die 150.000 Euro kosten wird. Die Marktfläche abzustützen, damit der Platz wieder von den Harburger genutzt werden kann, ist dagegen nicht geplant. Dass auf die Stadt Schadenersatzforderungen zukommen könnten, weil Anlieger der Fläche durch die Sperrung geschädigt werden, glaubt die Verwaltung nicht. „Die Sperrung der Blumenmarktfläche dient vorsorglich dazu, die Fläche nicht mit zusätzlichen Lasten zu beschweren“, heißt es aus dem Bezirksamt. Dann müsste man die Fläche auch überdachen. Denn bei Regenfällen sammeln sich auf der ehemaligen Blumenmarktfläche schnell große Wassermengen weil die Ableitung nicht mehr funktioniert. Dafür wird eigens die Stadtentwässerung gerufen, die das Wasser mit Hilfe eines Spezialfahrzeugs abpumpen muss. zv