140913OldtimerHarburg - Am 21. September 2014 treffen sich  Oldtimer-Fans wieder in Harburg auf dem TÜV-Gelände und bewundern gegenseitig ihre historischen Schätzchen. Wie aber wird ein Auto eigentlich zum Oldie

und wie bereitet man sein Juwel auf das Treffen vor?

H-Kennzeichen
Seit 1997 gibt es die spezielle Oldtimer-Zulassung, die man z.B. anhand des Kennzeichens erkennt. Hinter der Erkennungsnummer folgt dann der Buchstabe „H“. Viele Oldtimer-Besitzer überlegen sich hierfür etwas Besonderes und reservieren sich z.B. bei Kroschke ein Wunschkennzeichen, das Wörter wie „ALT“, „OLD“ oder das Baujahr des Oldtimers enthält.

Alter und Originalität
Damit ein Oldtimer als solcher ausgewiesen wird, muss er vor mindestens 30 Jahren erstmals in Betrieb genommen worden sein. Außerdem muss das Fahrzeug so aussehen wie damals, als es zum ersten Mal auf den Verkehr zugelassen wurde. Diese Merkmale dürfen allerdings vom Original abweichen, solange sie zeitgenössisch sind:
Lackierung
Motor (sofern er aus derselben Baureihe des Fahrzeugtyps ist)
Behindertengerechte Umbauten
Katalysatoren
Reifenumrüstung von Diagonal auf Radial
Nachbau der Auspuffanlage in Edelstahl
Diese Umbauten müssen in den ersten zehn Jahren der Zulassung erfolgt sein und den Vorschriften der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung genügen.

Gutachten
Das Fahrzeug muss durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen begutachtet werden, der unter anderem feststellen muss, ob der Oldie als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut gilt.
Diese Auszeichnung setzt einen erhaltungswürdigen Zustand voraus, das heißt, es dürfen keine technischen Mängel oder Unfallrestschäden vorliegen und keine wesentlichen Teilen fehlen. Und wie hält man seinen Klassiker instand?

Oldtimer-Pflege
Rost ist eines der Hauptprobleme bei alten Autos. Am besten man parkt den Oldie in einer trockenen, gut belüfteten Garage, damit er nicht der Witterung ausgesetzt ist. Des Weiteren ist Unterbodenkonservierung oder eine Hohlraumversiegelung mit speziellem Fett ein optimaler Rostschutz.
Wichtig sind natürlich auch die Räder, wo sich der Schmutz besonders fest sitzen kann. Um die Felgen zu säubern, sollte man unbedingt einen säurefreien Felgenreiniger benutzen. Säurehaltige Mittel greifen Radbolzen oder andere metallische Oberflächen an.
Weitere Pflege-Tipps, z.B. zur Überwinterung (Einmotten), gibt es beim ADAC. dl

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