140917DrehscheibeHarburg – Unglaublich! Obwohl die Altmetall-Diebe vom Schellerdamm aufgeflogen sind, haben sie jetzt auch noch die mittlere Abdeckplatte der historischen Drehscheibe gestohlen.

Inzwischen sind allerdings neben den Beamten vom Wasserschutzrevier noch andere aktiv geworden. Gestern Mittag haben sich an der Drehscheibe Vertreter der Geschichtswerkstatt, der Abteilung Stadtgrün im Bezirksamt und jenes Unternehmens am Tatort getroffen, das auf diesem Geländeteil des ehemaligen Güterbahnhofs Wohnungen baut.

Der Harburger Werner Gottwald, der die Beschädigungen an der Drehscheibe entdeckt und der Polizei gemeldet hatte, kam bei dem Treffen zufällig dazu. „Jetzt will man die Drehscheibe schützen“, sagt Gottwald. In eineinhalb bis zwei Jahren soll dann am Rand des Schellerdamms eine schmale Grünanlage angelegt werden, in der auch das Industriedenkmal Drehscheibe zu sehen sein wird. Bis dahin soll die Drehscheibe durch einen Bauzaun gesichert werden, außerdem soll eine rund 20 Zentimeter dicke Bodenschicht das Relikt aus besseren Harburger Eisenbahnzeiten bedecken. ag