140916KriegHarburg - Fotos, Schadenskarten und Zeitzeugen-Berichte - Vom Montag, 22. September, bis Freitag, 24. Oktober, ist im Harburger Rathaus eine Ausstellung der Harburger

Geschichtswerkstatt über die Zerstörung Harburgs im zu sehen.

"Gegenwärtig gibt es viele Auseinandersetzungen auf der Welt, die in erbarmungsloser Weise mit Waffengewalt ausgetragen werden. Dazu zählen die Konflikte im Gazastreifen, in Syrien, dem Irak oder in der Ukraine", sagt Bettina Maak, Pressesprecherin des Bezirksamtes Harburg. Und: "Bilder aus diesen Kriegsgebieten erreichen uns täglich und zeigen Tod, Zerstörung, Flucht und Vertreibung. Viele Flüchtlinge erreichen auch den Bezirk Harburg."

Vor 70 Jahren, vor allem am 25. Oktober 1944, wurden weite Teile Harburgs durch alliierte140916Krieg2 Bombenangriffe zerstört, wie etwa das Foto der Lange Straße - die heute Goldschmidtstraße heißt - zeigt. Das Ausmaß der Zerstörung soll in der kleinen Ausstellung durch Fotos, Schadenskarten und Berichte von Zeitzeugen dokumentiert werden. Die Ausstellung soll erinnern und mahnen: "Es ist noch nicht wirklich lange her, dass es in Harburg die gleichen Probleme gab wie heute in den genannten Gebieten.", sagt Maak.

Bereits vor dem 25. Oktober 1944 gab es schwere Luftangriffe auf das Harburger Industriegebiet bei den Seehäfen. Insgesamt gibt es wenig Fotomaterial, da das Fotografieren von Angriffen und den daraus folgenden Schäden verboten war.

Beklemmend lang ist die Liste der Harburger Opfer, die bei der aktuellen Ausstellung ebenfalls ausgelegt wird. Erst die Namen und entsprechende Daten geben einen Eindruck über das Ausmaß, wogegen die nackten Zahlen wenig aussagekräftig sind. Darüber hinaus können Zeitzeugenberichte von Ausgebombten, Überlebenden und Luftwaffenhelfern in Auszügen eingesehen werden. (cb)