140911MunzeHarburg - Ihre Tage sind gezählt: Die Ausstellung „Napoleons Silberschatz” geht am Sonntag, 14. September, zu Ende. Mit dieser Schau führt das Harburger Museum

seine Besucher in eine fast vergessene Epoche, in der Hamburg jahrelang von französischen Truppen besetzt gewesen ist: die Hamburger Franzosenzeit von 1806 bis 1814. Originale Exponate und Berichte von Zeitzeugen lassen die Geschehnisse aus dieser Zeit wieder lebendig werden. Im Rahmen einer Sonntagsführung können sich die Besucher noch einmal in diese Zeit zurückversetzen lassen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht ein gewaltiger Münzschatz aus knapp 10.000 Silbermünzen, der vor 200 Jahren in den Kriegswirren auf der Insel Wilhelmsburg vergraben worden ist. Erst 1993 kommt dieser Schatz bei Bauarbeiten wieder zutage. Die Experten des Archäologischen Museums Hamburg haben den Münzfund nun wissenschaftlich ausgewertet und präsentieren ihre Ergebnisse im Rahmen einer Sonderausstellung. Das Jahr 2014 könnte dafür passender kaum sein, jährt sich doch in diesem Jahr der Abzug der Franzosen aus Hamburg zum zweihundertsten Mal.  

Die Ausstellung ist noch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt, Erwachsene sechs, ermäßigte Karte vier Euro. (cb)