140407BIBprotestHarburg – Die Bostelbeker Siedler, bekannt für ihr soziales Engagement und ihre Hilfsbereitschaft, gehen mal wieder mit gutem Beispiel voran. Und an ihrer

Seite wissen sie mit Christoph Birkel, Geschäftsführer des hit-Technoparks, einen starken Partner. Gemeinsam haben die Siedler und Birkel dem Ersten Bürgermeister Olaf Scholz ihre Ideen für eine bessere Integration der Flüchtlinge in Harburg vorgestellt. Einer ihrer Vorschläge: Harburger Unternehmen und Institutionen sollen sich zusammenschließen und helfen, die Neubürger zu fördern und zu unterstützen.

Das Treffen mit Olaf Scholz im kleinen Kreis war schon im April beim Bürgergespräch im Stadtteilzentrum Feuervogel vereinbart worden. „Wir wollten ihm einfach mal unser Umfeld zeigen – samt geplanter Unterkunft für Flüchtlinge auf der Pferdewiese und allen Verkehrswegen rundherum“, sagt Ineke Siemer, Sprecherin der Bürgerinitiative Bostelbek.

Wer nun – wie manch Politiker aus der Bezirksversammlung – erwartet, dass bei dem Treffen fremdenfeindliche Äußerungen oder Ablehnung von neuen Nachbarn anderer Kulturen zu hören waren, muss erstaunt sein: Die Siedler machten konkrete Vorschläge, wie man den Flüchtlingen helfen kann. Christoph Birkel erklärte sich zum Beispiel bereit, zusammen mit seiner Familie ein soziales Projekt für die Integration von Kindern und Jugendlichen auf die Beine zu stellen.

Aber auch den Erwachsenen soll geholfen werden. Ineke Siemer: „Es gab schon erste Gespräche mit dem Elbcampus, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer. Dabei ging es um die Anerkennung von fremden Berufsausbildungen.“

Vorstellbar sei der Aufbau eines Netzwerks, um gemeinsam mit Institutionen wie fördern & wohnen, dem Bezirksamt sowie Harburger Wirtschaftsunternehmen soziale Verantwortung zu stärken und aktive Hilfe einzufordern. Ineke Siemer: „Wir hatten den Eindruck, dass Herr Scholz unsere Vorschläge ernst genommen hat.“