100125EisWilstorf - Vor sieben Jahren war das Eis zuletzt auf der Außenmühle so dick, dass dort gefeiert werden konnte. Jetzt stehen die Chancen wieder gut. Doch wie dick die Eisdecke tatsächlich ist, wollte die Behörde am Montag

 zunächst verschweigen. Sie schickte ihre Mitarbeiter in geheimer Mission auf das Eis, um es zu messen. Danach verschwand das Team wortkrag.
Mittlerweile ist das Ergebnis bekannt. Stellenweise ist das Eis zwar 18 Zentimeter dick. Doch das Kerneis misst erst elf Zentimeter. Das sind vier Zentimeter unter der Minimalanforderung. Ob die angesagten Bibber-Temperaturen reichen, um die nötige Eisdicke zu erreichen, steht vermutlich erst gegen Ende der Woche fest.
Gastronom Heiko Hornbacher und sein Team stehen in den Startlöchern, um das Fest auf dem Eis zu organisieren. "Winterzauber" soll die Veranstaltung heißen, die am kommenden Wochenende die Menschen auf die Außenmühle locken soll. "Wir planen eine Eis-Disko, ein Feuerwerk und Buden an den Wegen und auf dem Eis", verrät Hornbacher. Das wäre ein echter winterlicher Höhepunkt. Ob es klappt ist ungewiss. "Es wird, selbst wenn das Eis dick genug ist, für uns organisatorisch eng", sagt Jesco Bodi vom Hornbacher-Team.

Vor 2003 konnte das Eis der Außenmühle 1996 als Partyort genutzt werden. Damals war es länger so kalt gewesen, dass auch das Alstereisvergnügen stattfinden konnte.

Ab Montag wird auf der Außenmühle die Eisdicke gemessen. Mindestens 15 Zentimeter muss das Eis dick sein, damit es auch tragfähig ist, wenn viele Menschen dort sind. Am Sonnabend wagten sich schon die ersten Schlittschuhläufer auf die Außenmühle. Darauf, so rät die Behörde, sollte man verzichten. Das Eis könnte noch an einigen Stellen brüchig sein. Bricht man ein, besteht Lebensgefahr.