140530ZehntlandHarburg – Eine Kleine Anfrage der Harburger Abgeordneten in der Bürgerschaft Birgit Stöver (CDU) hat ein wenig Licht in das Dunkel um das alte Behelfsheim am Zehntland

gebracht. Wie berichtet, standen die maroden Bauten aus dem Jahr 1928 seit 15. März 2012 völlig leer. Obwohl die Deutsche Reihenhaus AG schon die meisten der geplanten 42 Reihenhäuser verkauft hat, passiert dort zurzeit gar nichts mehr. Dafür haben sich zum Ärger der Nachbarn Rattenn und anderes „Getier“ breitgemacht.

Nun teilt der Senat mit, dass das städtische Wohnungsbauunternehmen Saga immer noch Eigentümer des Grundstücks ist. Es sei der Reihenhaus AG zum 31. Juli zum Kauf angeboten worden, diese habe das Angebot bisher aber nicht angenommen. Aber das scheint nicht das Problem zu sein.

Vielmehr geht es um die Erschließung des künftigen „Wohnparks Zehntland“. Die soll über die Straßen Zehntland und Flutende sichergestellt werden. Das Flutende hat bisher aber nicht die erforderliche Breite, dazu müsset die Stadt erst einmal einen Grundstücksstreifen von der Saga erwerben, um über ihn verfügen zu können. Und genau an dieser Stelle hakt es – groteskerweise – zwischen einem städtischen Unternehmen und der Stadt. In der Senatsantwort auf Birgit Stövers Anfrage steht das natürlich nicht. Dort liest es sich so: „.Hierzu laufen Abstimmungen zwischen dem zuständigen Bezirksamt und der SAGA.“

In der gleichen Antwort haben sich auch die Ratten in Luft aufgelöst: „In der 20. Kalenderwoche ist die Fläche von einem Mitarbeiter der zuständigen Behörde besichtigt worden. Dabei wurde kein offensichtlicher Befall von Ratten und Ungeziefer festgestellt. Ein späterer Hinweis von Anwohnern wurde vom zuständigen Bezirksamt an die Eigentümerin weiter geleitet. Die Saga hat hierzu mitgeteilt, dass Maßnahmen zur Rattenbekämpfung regelmäßig bei Bedarf durchgeführt werden.“ Was müssen die Anwohner daraus schließen? Das, was sie dort täglich herumlaufen sehen, sind keine Ratten. Das ist irgendetwas anderes. ag