140528FeuerschiffHarburg – Behäbig schob sich das Feuerschiff Elbe 1 am Mittwochabend in den Binnenhafen. Dann ein Wendemanöver vor den Lotsekai. Danach wurde festgemacht.

Beim Binnenhafenfest, das am Freitagnachmittag startet, dürfte das nach neun Jahren Bauzeit 1948 von der Meyer Werft augelieferte gebaute, gut 57 Meter lange und knapp 10 Meter breite Feuerschiff mit dem Namen „Bürgermeister O´Swald“ der Star unter den vielen historischen Schiffen sein, die in Harburg zu sehen sind. Bis 1988 lag es in der Elbmündung und stellte einen ganz besonderen Rekord auf. Es war das meist gerammte deutsche Feuerschiff. Von 1959 bis 1986 war die Elbe 1 in fünf Havarien verwickelt. Versenkt wurde es auch. 1945, kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges, öffneten Werftarbeiter in Papenburg die Ventile und setzten es auf Grund, damit es nicht noch bombardiert wird. Schon kurz nach Kriegsende wurde die Elbe 1 gehoben und 1948 fertig gebaut. Dem Vorgänger erging es noch schlimmer. Die 1911 gebaute Elbe 1 kenterte 1936 in einem Orkan. Alle 15 Besatzungsmitglieder, darunter der Kapitän Friedrich Lösemann, fanden den Tod. Das Feuerschiff selbst versank im Mahlsand und konnte nie gehoben werden.
Um die neue Elbe 1 ist es ruhiger geworden. Es liegt als „nautisch-trechnisches Denkmal“ in Cuxhaven. Schon im vergangenen Jahr war die Elbe 1 beim Binnenhafenfest dabei und der Hingucker gewesen. dl