140512Treff1Harburg - Wo drückt dem mittelständischen Handwerk in Harburg der Schuh? Um dies herauszufinden, fand jetzt ein Treffen von Politik und Handwerk statt. Die

Spitzenkandidaten für die Wahl zur Harburger Bezirksversammlung, Jürgen Heimath (SPD), Ralf-Dieter Fischer (CDU), Carsten Schuster (FDP) und Heinke Ehlers (GAL) folgten der Einladung von Harburgs Bezirkshandwerksmeister Peter Henning. Auf dem Programm stand nicht nur der Meinungsaustausch, sondern auch der Besuch von Handwerksbetrieben und dem Elbcampus.

An insgesamt vier Orten informierten sich die Politiker über das Harburger Handwerk. Zunächst stand ein Besuch bei AGB Alster Gerüstbau in der Großmoorkehre 7 auf dem Programm. Anschließend ging es zur Firma Rotermund - Rollläden - Markisen - Sonneschutz am Großmoorbogen 13 a. Bevor es zum Rundgang über den Elbcampus - dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg - ging, wurde der Kfz-Technik-Betrieb von Andreas Steinmüller am Lewenwerder besucht.

In den Gesprächen vor Ort gaben alle Betriebe ein klares Bekenntnis zum Standort Harburg ab. Grundsätzlich wünscht man sich allerdings eine Aufwertung des Standortes. Zur Sprache kam dabei auch das Thema Gewerbeflächen, denn Alster Gerüstbau und die Firma Rotermund suchen aktuell Gewerbeflächen für ihre Betriebe. "Das ist ein großes Problem, denn immer wieder wandern Betriebe nach Niedersachsen ab. Die Grundstücke sind günstiger und auch steuerlich gibt es dort Vorteile", sagte Peter Henning. In den Gesprächen wurde eine bessere Unterstützung der Handwerksbetriebe bei dem Thema "Gewerbeflächen" durch die Politik und Verwaltung in Harburg angeregt.

Ein weiteres Problem des Handwerks sind die Stellgenehmigungen und das Parken an den Baustellen. Hier seien bessere Kontakte zur Polizei wünschenswert. Insgesamt stieß der Besuch stieß auf positives Echo in den Betrieben. Fazit: Die Politik in Harburg und das Handwerk im Bezirk wollen sich künftig regelmäßig austauschen, um handwerksrelevante Themen zu besprechen. (cb)