140508Rad2Harburg - Die Hamburger Stadtreinigung hat am Donnerstag in Harburg Jagd auf "Fahrradleichen" gemacht. Die "Beute" war im Vergleich zu anderen

Stadtteilen eher mager: Nur sechs alte Fahrräder landeten auf der Ladepritsche des Transporters. Ein Zeichen dafür, dass die Harburger ihren Fahrrädern die Treue halten, auch wenn sie eigentlich auf den Schrottplatz gehören.

"Insgesamt 14 Fahrräder im Bezirk hatten bereits einen roten Aufkleber bekommen.IMG_7479 IMG_7413Mit diesem Aufkleber wurden die Eigentümer aufgefordert, das Fahrrad aus dem öffentlichen Raum zu entfernen. Das hatten die meisten dann auch umgehend getan", sagte Stefan Schwerdt, Gruppenleiter der Stadtreinigung, gegenüber harburg-aktuell. Allen anderen angeschlossenen Räder waren ein Fall für Norbert Stoldt und seinen Trennschleifer: Die Fahrradschlösser wurden von dem Mitarbeiter der Stadtreinigung kurzerhand mit lautem Getöse durchgeflext. Anschließend kamen sie in den Transporter und wurden zum verschrotten gebracht. 

In anderen Stadtteilen hatten die Männer mehr zu tun: Seit Januar dieses Jahres wurden der Stadtreinigung Hamburg schon mehr als 1.500 Fahrradleichen zur Entsorgung gemeldet. Im Jahr 2013 waren es insgesamt rund 3.400.

Stellen Polizei oder Mitarbeiter der Bezirksämter fest, dass ein Fahrrad offensichtlich schon lange an einerIMG_7487 Stelle steht, die Verkehrssicherheit gefährdet oder selbst verkehrsuntauglich ist, kennzeichnen sie das Rad mit einem roten Aufkleber, auf dem eine Frist vermerkt ist. Schwerdt: "14 Tage lang hat der Eigentümer dann noch die Möglichkeit, sein Rad zu entfernen. Nach Ablauf dieser Frist kommt der Verkehrssicherungsdienst der Stadtreinigung Hamburg und entsorgt das Fahrrad." Bei unmittelbarer Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung kann auch eine Verschrottung innerhalb von 24 Stunden angeordnet werden. (cb)