140425WaldHarburg –Ist die tödliche Fuchsräude nördlich der Elbe gefährlicher als im Süden der Stadt? Während das Bezirksamt Wandsbek nach dem Fund eines verendeten Fuchses

im Stadtteil Bergstedt im Februar sofort eine Warnung an Spaziergänger und Hunde- und Katzenhalter herausgegeben hatte, sehen die Behörden in Harburg offenbar keine Veranlassung, Alarm zu schlagen. Dabei gibt es etwa seit einem Monat deutliche Hinweise darauf, dass auch in der Haake Wildtiere von Milben der Gattung Sarcoptes befallen sind.

Anfang April hatten Mitarbeiter der Forstverwaltung im Bereich Kuhtrift zwei verendete Füchse gefunden, außerdem sichteten sie einen noch lebenden Fuchs, der von starken Haarausfall befallen war – ein weiteres Indiz für die Tierseuche. „Da sich in der Nachbarschaft die Hundefreilauffläche befindet, haben wir die zentrale Hundemeldestelle im Bezirk Mitte sofort schriftlich unterrichtet“, sagt Heinrich Schabert von der ImmoForst OHG. Bis heute habe es aber keine Rückfragen gegeben. Von einer amtlichen Warnung ist Schabert auch nichts bekannt. Das Bezirksamt Harburg konnte am Donnerstag und am Freitag ebenfalls keine Auskunft geben.

Bei Wildtieren verläuft die Seuche meist tödlich. Hunde und Katzen können sich durch direkten Kontakt mit infizierten Tieren, aber auch durch Exkremente von erkrankten Tieren anstecken. Für Haustiere gibt es gute Überlebenschancen, wenn sie rechtzeitig behandelt werden. Die Milben können auch Menschen mit Juckreiz und Hautpusteln plagen.

Schabert: „Sorge bereitet mir vor allem die Nähe zur Hundefreilauffläche.“  Auch wenn es in Hamburg offiziell keine Meldepflicht gebe, müsse das Auftreten der Seuche ernst genommen werden. ag

Veröffentlicht: 25.04.2014