140416BrueckeHarburg – Mit mindestens zwei Jahren Verspätung soll sie 2015 endlich in Betrieb gehen – die Drehbrücke, die eigentlich zur Eröffnung des IBA-Präsentationsjahres die

staunenden Besucher vom Kanalplatz über den Lotsekanal zur Schloßinsel mit dem spektakulären Marinas-Projekt geleiten sollte. Daraus wurde bekanntlich nichts. Der Baufirma für die 160 Wohnungen an der Wasserkante ging finanziell die Puste aus, bei er Drehbrücke hatten sich die Planer schon vor Baubeginn verrechnet.

Nun soll es aber losgehen. Der Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer (LSBG) will schon im Mai die Aufträge für die drei Gewerke Tiefbau, Stahlbau und Brückentechnik vergeben. Im kommenden Jahr ist die Schloßinsel wieder an historischer Stelle ans Festland angebunden. Das hat Baudezernent Jörg Penner jetzt im Stadtplanungsausschuss verkündet und dabei mit einer doppeldeutigen Formulierung kurzzeitig noch einmal für Verwirrung gesorgt. Penner sagte nämlich: „Es ist weiterhin eine Brücke, die nicht klappt.“ Sollte es wieder nur eine Ankündigung ohne Folgen bleiben. Nein, Penner spielte damit auf Überlegungen an, ob aus der Drehbrücke nicht vielleicht eine Klappbrücke werden sollte.

Es bleibt also bei der Drehbrücke, und sie soll auch – leicht abgespeckt – aussehen wie der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbs im Jahr 2011. Penner: „Wir werden auf eine Verkleidung an der Unterseite verzichten. Für Paddler wird die Brücke deshalb nicht ganz so hübsch anzusehen sein wie ursprünglich geplant.“

Die Gesamtkosten in Höhe von 3,1 Millionen Euro sollen diesmal wirklich eingehalten werden. Nach der Senatsdrucksache für „kostenstabiles Bauen“ scheinen die Planer noch genauer zu planen...

Immerhin wird die Brücke Harburg ein weiteres Alleinstellungsmerkmal bescheren. Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter hatte schon beim Architektenwettbewerb darauf hingewiesen: „Es wird die einzige funktionsfähige Drehbrücke in ganz Hamburg.“ ag