140408PreisHarburg - Der wissenschaftliche Mitarbeiter Sebastian Behr vom Institut für Keramische Hochleistungswerkstoffe der Technischen Universität Harburg ist mit

dem Hans-Walter-Hennicke-Vortrags-Preis der Deutschen Keramischen Gesellschaft (DKG) ausgezeichnet worden. Der 28-Jährige erhielt den mit 1.000 Euro dotierten zweiten Platz für die Präsentation seiner Diplomarbeit zum Thema „Strukturierung von Lithium-Ionen-Kathoden mittels gezielter Erstarrung von Wasser“. Die DKG zeichnet damit die drei besten Vorträge aus, die Keramikerinnen und Keramiker über ihre Abschlussarbeit halten. Der mit insgesamt 3.000 Euro dotierte Preis wurde bei der Jahrestagung der DKG in Clausthal-Zellerfeld vergeben.

Über Eis zu besseren Batterien: In seiner Arbeit untersuchte Behr die lamellaren Strukturen, die bei schnellem Gefrieren von Wasser entstehen. Während des Gefriervorganges werden Fremdkörper zwischen die Lamellen des Wassers gedrängt und bilden ihrerseits eine eigene hochgerichtete Lamellen-Struktur. Wenn das Wasser anschließend durch Wärmebehandlung verdampft, verbleibt ein keramischer, von Poren durchsetzter Festkörper. Durch das sogenannte „Freeze Casting“ könnte zukünftig die Leistung von Lithium-Ionen-Akkus und Batterien verbessert werden.

Behr promoviert mittlerweile am Institut für Keramische Hochleistungswerkstoffe und arbeitet in dem Sonderforschungsbereich 986: „Maßgeschneiderte multiskalige Materialsysteme“. (cb)