140324SchatzHarburg - Die neue Sonderausstellung des Archäologischen Museums führt die Besucher ab dem 7. Mai  in eine fast vergessene Epoche, in der Hamburg

und Harburg von französischen Truppen besetzt war. Französische Soldaten zogen in Hamburg ein und wurden in den Häusern und Wohnungen auf zum Teil engstem Raum bei den Bewohnern einquartiert. Die französischen Besatzer bestimmten zwar schon ab 1806 das Leben in der Hansestadt, doch als sich im Herbst 1813 eine Belagerung abzeichnete, wurde Harburg zur Festung ausgebaut. Unweit Harburgs, in Wilhelmsburg, wurde zu dieser Zeit ein Schatz von 10.000 Silbermünzen vergraben und damit vor den Kriegswirren in Sicherheit gebracht. 1993 kam dieser Schatz bei Bauarbeiten wieder zutage. Die Experten des Archäologischen Museums haben den Münzfund nun wissenschaftlich ausgewertet und präsentieren ihre Ergebnisse im Rahmen einer Sonderausstellung.
 
Der Verlust dieses Schatzes war für den damaligen Eigentümer sicher dramatisch, für die Wissenschaftler des Archäologischen Museums ist er jedoch ein Glücksfall: Die Ergebnisse der Auswertung der Münzen fließen nicht nur in eine Ausstellung ein, sondern auch in einen wissenschaftlichen Katalog und sogar einige Kurzgeschichten, die ebenfalls im Rahmen des Kataloges veröffentlicht werden. Das Museum konnte für dieses Projekt drei namhafte Krimiautoren gewinnen, die sich mit ihren ganz eignen Ideen und Vorstellungen über die Herkunft des Schatzes beschäftigt haben. dl