StadtradHarburg – Das StadtRad soll her, so heißt es in einem Beschluss, dem die Bezirksversammlung erst kürzlich zugestimmt hat. Das kann man sich wohl „abschminken“.

Die kommenden zwei Jahre wird Harburg StadtRadlos bleiben. Der Senat gibt kein Geld für neue Verleihstationen aus, so ein Bericht von NDR 90,3. Der Doppelhaushalt 2015/2016 sieht zwei Millionen Euro für das Erfolgsprojekt vor. Dieses Geld reicht aber nur, um die 1.650 StadtRäder an den 129 Standorten zu unterhalten und Reparaturen durchzuführen. Ein Ausbau des erfolgreichen, von der Bahn-Tochter DB Rent gemanagten, aber längst nicht kostendeckenden Systems, für das sich seit der Einführung 2009 in Hamburg rund 130.000 Menschen registriert haben, wird es nicht geben.

Ein Hintertürchen lässt die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation offen. Wenn Firmen die Hälfte der Kosten übernehmen, seien weitere Stationen drin. Der Eisenbahnbauverein sponsort eine Station an der Anzengruberstraße. Allerdings gibt es keine Stationen, die man von dort anfahren kann. Rechnerisch entfallen auf eine StadtRadstation jährlich fast 8000 Euro an Kosten. Die Anschaffung ist da noch nicht mitgerechnet. dl

Artiekl Bezirksversammlung will das StadtRad