140219WolfHausbruch – Revierförster Guido Hollmichel ist sich nicht ganz sicher, was er da eines Nachts in seinem Forst gesehen hat. „Ich war auf der Jagd“, sagt Hollmichel.

„Plötzlich kamen mir zwei Schäferhunde entgegen.“ Als er sie aus den Augen verloren hatte, schoss es ihm durch den Kopf: Es könnten auch zwei junge Wölfe gewesen sein, auf der Suche nach einem neuen Revier. In Hausbruch!

Eigentlich wollte Hollmichel im Ausschuss Wirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz etwas über nachhaltige Forstwirtschaft erzählen. Der SPD-Bezirksabgeordnete Holger Böhm hatte darum gebeten, nachdem sich Anwohner über angeblich rücksichtslose Einsätze eines „Holzvollernters“ vom Typ „Harvester“ beschwert hatten. Hollmichel hatte die Vorwürfe widerlegt, als Torsten Fuß von der SPD – durch immer neue Berichte von Wolfssichtungen im norddeutschen Raum neugierig geworden – einfach mal nachfragte: „Haben Sie denn auch schon mal einen Wolf gesehen?“

Sollte Hollmichel sich nicht getäuscht haben und die Schäferhunde waren in Wirklichkeit Wölfe, wäre das keine Sensation, vor allem aber kein Grund zur Panik. Vielmehr rechnen Experten längst damit, dass auch im Großraum Hamburg verstärkt Wölfe auftreten. Hollmichel: „Ich glaube aber nicht, dass sie sich in Hausbruch oder Fischbek länger aufhalten würden. Da ist es ihnen viel zu unruhig.“ ag