140215Pappel1Harburg - Immer wieder bleiben Passanten stehen und können kaum glauben, was sie da sehen: Ein Holzfäller-Team ist seit Freitag damit beschäftigt, die 140 Jahre alte

Rathauspappel Stück für Stück abzusägen. Die Äste werden anschließend von einem Telekran in einen Lkw verladen.

Mit dem Ende dieses mächtigen Baumes geht auch ein gutes Stück Harburger Geschichte verloren: Dieser stattliche Baum ist älter als das Harburger Rathaus.140214Baum Bereits vor dem Bau des Gebäudes, das ab 1889 errichtet wurde, stand die Pappel an ihrem Platz. Etwa 140 Jahre lang prägte sie das Stadtbild. Ebenso wie die Krokuswiese, auf der die Pappel steht, ist sie vielen Harburgern ans Herz gewachsen.

140215Pappe2Wie bereits berichtet, musste das Bezirksamt so handeln, da das Risiko bestand, dass Teile des Baum herunterstürzen könnten. "Aus Sicht der Baumkontrolle war der Baum nicht länger zu halten", teilte das Bezirksamt mit. Und: "Der Holz-Abbau im Inneren wurde stetig mehr. Eine sichere Einschätzung der Bruchgefahr war nicht mehr gegeben".

Hinsichtlich des Artenschutzes hat das Bezirksamt Harburg im Dezember 2013 eine Untersuchung der Baumhöhlungen mittels Endoskop-Kamera durch einen Sachverständigen vornehmen lassen. "Es konnten dabei keine tierischen Aktivitäten festgestellt werden."(cb)