140124KanalHarburg – Noch eine gute Nachricht für den Harburger Binnenhafen: Die Wasserqualität im Kaufhauskanal ist „mehr als zufriedenstellend“. Dafür sorgt

vor allem der ständige Zufluss von Frischwasser über den Karnappgraben. Dessen Rohre enden am Südende des Kanals.

Jens Brehm von der Abteilung Wasserwirtschaft im Bezirksamt hatte den Auftrag bekommen, eine Machbarkeitsstudie zur Verbesserung der Wasserqualität im Kaufhauskanal zu erstellen. Anlass war der bevorstehende Bau eines neuen Wohnquartiers zwischen Kanal und Harburger Schloßstraße. Baudezernent Jörg Penner: „Das Wohnen an einem übel riechenden Gewässer wäre nicht besonders attraktiv.“

Doch die Befürchtungen haben sich nicht bestätigt. Zwar ist das im Durchschnitt 1,27 Meter dicke Sediment am Kanalgrund mit allerlei Schadstoffen belastet. Und es ist wie die Deckschicht auf den Reinwasserbehältern an der Kuhtrift (harburg-aktuell hat berichtet) in der Schadstoffklasse Z2 (auf einer Skala von Z0 bis Z5) eingestuft und müsste auf eine Deponie gebracht werden. Es besteht aber kein Grund, das Zeug da raus zu holen. Es frisst kaum Sauerstoff und richtet auch sonst keinen Schaden: Brehm: „Eine Sanierung ist nicht notwendig.“

Auch auf längere Sicht wird das Wasser im Kaufhauskanal von „mehr als zufrieden stellender Qualität“ sein. Voraussetzung: Der Zufluss aus dem verrohrten Karnappgraben bleibt wie er ist. Michael Dose (SPD), Vorsitzender des Ausschusses Wirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz nach dem Bericht von Jens Brehm: „Wir haben diesen positiven Bericht erfreut zur Kenntnis genommen.“ ag