131213switchHarburg – Das ist doch mal ein positives Signal für Harburg: Mit dem switchh Punkt in der P+R-Anlage am Harburger Bahnhof kommt jetzt mal ein urbanes und zukunftsweisenden

Mobilitätsangebot  in den Hamburger Süden. Bisher waren innovative Konzepte wie StadtRad stets den citynahen Quartieren vorbehalten. Die Universitätsstadt Harburg kuckte in die Röhre.

Nach dem Start von switchh (sprich: switsch, aus dem Englischen: umschalten, wechseln) am Berliner Tor sind  gestern an den Verkehrsknotenpunkten in Bergedorf und in Harburg zwei weitere Stationen mit jeweils sechs Stellplätzen für die Kurzzeit-Mietflotte von car2go und zwei Stellplätzen für Europcar-Mietwagen eröffnet worden. Sie sollen einen noch leichteren Wechsel der unterschiedlichen Mobilitätsdienste vom Bus über S-Bahn und Europcar bis hin zum Fahrrad, Taxi und den car2go-Smarts ermöglichen.

Bisher haben sich in Hamburg schon mehr als 1500 switchh-Nutzer online registriert. Jeder Kunde erhält 60 Freiminuten pro Monat und eine um zehn Euro vergünstigte Registrierungsgebühr bei car2go in Hamburg sowie 20 Prozent Rabatt auf jeden Mietwagen bei Europcar deutschlandweit. Für das Angebot kann sich jeder HVV-Kunde mit Abonnement, ProfiCard und SemesterTicket unter www.switchh.de registrieren. Die switchh Card kostet monatlich zehn Euro.

Der Standort des Harburger switchh-Punkts ist noch nicht ideal. Das wissen alle Beteiligten, eigentlich gehöre er direkt vor den Harburger Bahnhof – zum Beispiel in die dortige Tiefgarage, sagte Harburgs Baudezernent Jörg Penner. Es gebe schon „heftige“ Überlegungen für eine Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes.

Aber jetzt ist die Freude über das neue Mobilitätsangebot und auch über das positive Signal für den Hamburger Süden groß. „Die S-Bahn zwischen Harburg und der Hamburger City ist eine der meistgenutzten im gesamten Streckennetz“, sagte Bezirksamtsleiter Thomas Völsch. „Deshalb ist es wichtig, hier gute Angebote zu machen. Der switchh-Punkt ist ein erster Schritt.“

Auch Hochbahn-Chef Günter Elste betonte, dass der switchh-Punkt in der P+R-Anlage nur eine Übergangslösung sei. Es sei aber wichtig gewesen, möglichst schnell in Harburg ein gutes Angebot zu machen. Die weitere Entwicklung hänge sicher auch vom Erfolg des Pilotprojekts ab, entscheidend seien aber auch die Planungen im Umfeld der Parkhäuser. Elste: „Wir können uns noch weitere Kooperationen vorstellen. Ich denke da an Leihfahrräder oder auch Taxis.“ ag