091203Kran4Binnenhafen – Es steht ein neuer Kran im Hafen. Neu ist, dass der Kran da ist. Tatsächlich ist er gut 50 Jahre alt. Bislang stand der Kran auf dem Gelände der Hitzler Werft in Lauenburg. Jetzt hat ihn Investor Arne Weber nach Harburg geholt. „Er wird auf dem Gelände an der Blohmstraße stehen“, sagt Weber. Dort soll der historische Kran „Atmosphäre“ verbreiten. Das sei wichtig für den Standort, meint Weber. „Was wäre beispielsweise der Platz am Kanal gegenüber dem Bixio ohne den dortigen Kran,“ sagt er.
Donnerstagvormittag wurde der Kran, der auf einem Binnenschiff über die Elbe nach Harburg gebracht wurde, entladen. „Es ist ein typischer Werftkran“, sagt Jürgen Freudenberg, Geschäftsführer der Hitzler Werft. „Wir haben ihn selbst gebaut und beim Neubau von Schiffen eingesetzt.“ Die letzten Jahre wurde er nicht mehr benutzt. „Seine Kapazität ist zu gering“, begründet es Freudenberg. Aber Freudenberg kennt Weber seit 1967. Weber wollte den Kran. Freudenberg braucht ihn nicht mehr. So einfach wurde der Standortwechsel eingefädelt. Billig ist das Projekt dennoch nicht. Zwar ist der Kran selbst ein Geschenk. Transport, Aufbau und eine anstehende Restaurierung zahlt der Harburger Investor. Dafür wird dann in Harburg ein ganz besonderer Kran stehen. „Der Kran hat eine interessante Technik“, sagt Freudenberg. „Er hat einen Zentralantrieb. Alles läuft über einen einzigen Motor. Und der Kran ist noch voll funktionstüchtig.“ zv
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