131125ScheeleHarburg - Zum Ende des Projekts „BE.IN!: Berufsorientierung und Integration für Harburger Jugendliche“ präsentierten die Projektpartner und Teilnehmer gemeinsam mit dem Senator für

Arbeit, Soziales, Familie und Integration Detlef Scheele und Bezirksamtsleiter Thomas Völsch, die Ergebnisse des Projektes im Sozialen Dienstleistungszentrum und zogen Bilanz.
"In einer zunehmend komplexen und anspruchsvollen Arbeitswelt ist der Übergang in Ausbildung und Beruf für viele junge Leute ein schwieriger Schritt. Die große Zahl an jungen Menschen ohne Ausbildung sowie die zunehmende Zahl an Ausbildungsabbrüchen verweist darauf, dass viele junge Menschen an diesem bedeutsamen Übergang scheitern", betonte Thomas Völsch in seiner Begrüßungsrede.
Seit 2010 führte der Bezirk Harburg als einer von bundesweit 35 Modellstandorten ein umfassendes Projekt zur Förderung des Übergangs von der Schule in den Beruf durch. Das Projekt „BE.IN! – Berufsorientierung und Integration für Harburger Jugendliche“ wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert. Durch neue Formen der Zusammenarbeit zwischen den Trägern der Jugendhilfe, den Jobcentern, der Agentur für Arbeit, der Schulbehörde und den Schulen sowie zusätzliche Förderangebote konnten insgesamt rund 550 Harburger Jugendliche von dem Projekt profitieren.

Das Projekt wurde durch das Programm „Jugend Stärken": Aktiv in der Region gefördert. Das Modellprogramm unterstützt Kommunen dabei, passgenaue Lösungen und innovative Konzepte für die Förderung von Jugendlichen mit Startschwierigkeiten beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt zu entwickeln und umzusetzen. Dabei setzt das Programm an zwei Schwerpunkten an: der Verbesserung der Zusammenarbeit der Behörden, Schulen und Träger bei der Förderung des Übergangs von der Schule in den Beruf und der Förderung von schwer erreichbaren Jugendlichen. Für die Durchführung des Projektes131125Scheele2 „BE.IN!“ erhielt der Bezirk Harburg bis Ende 2013 eine Förderung in Höhe von 540000 Euro und investiert selber zusätzlich 135000 Euro. Hintergrund des Projektes sind die hohen Zahlen von Jugendlichen ohne Ausbildungsplätze in Harburg. Um die Förderung des Übergangs von der Schule in den Beruf noch stärker in den Schulen zu verankern und die Kooperation zwischen Schulen und anderen Trägern der beruflichen Orientierung zu intensivieren, wurden durch In Via Hamburg e.V. an den Stadteilschulen Süderelbe und Lessing umfangreiche Beratungsstrukturen aufgebaut. Das Angebot umfasste Einzelberatungen von Schülerinnen und Schülern, Eltern und Lehrerinnen und Lehrern, Projektwochen sowie Berufsorientierungsveranstaltungen in Gruppen und die Begleitung zu Betrieben und weiterführenden Einrichtungen.

Um zusätzliche Praktikums- und Ausbildungsplätze insbesondere für schwer erreichbare Jugendliche vermitteln zu können, hat In Via eine systematische Akquise von ausbildungsbereiten Betrieben in der Region durchgeführt und eine Datenbank eingerichtet, die rund 600 Betriebe umfasst. Die Agentur für Praktika und Ausbildung vermittelt entsprechende Stellen an Jugendliche und begleitet Jugendliche und Betriebe bei den Praktika.  (cb)