131120EimerHarburg – Bei der Gefahrenabwehr im Wasserschutzgebiet Süderelbmarsch Harburger Berge sind gestern Fortschritte erzielt worden. Der umgekippte und inzwischen

fast vollständig ausgelaufene Farbeimer im Bereich des Wasserwerks Bostelbek an der Autobahnanschlussstelle Heimfeld ist von unbekannten „Tätern“ aufgerichtet worden. Er stellt jetzt keine unmittelbare Gefahr mehr dar.

Allerdings hat das Bezirksamt damit nicht ganz Wort gehalten. Nach der Sitzung des Ausschusses für Inneres, Bürgerservice und Verkehr am Montagabend hatte Jörg Penner, Dezernent für Bauen, Wirtschaft und Umwelt, noch versprochen: „Der Eimer wird am Dienstag entsorgt.“

Nach Informationen von harburg-aktuell sollen Mitarbeiter des Bezirklichen Ordnungsdienstes (BOD) zwar vor Ort gewesen sein. Der entschärfte Farbeimer, ein Plastikschlitten, ein Elektrogerät und diverse Möbelfurnierplatten liegen aber weiter zwischen Autobahn und ehemaligem THW-Gelände auf öffentlichem Grund herum. Genauso wie ein Sack Bauschutt im Tunnel unter der Autobahn. Auch das ist öffentlicher Grund, und auch über diese illegale Müllablagerung ist der BOD informiert.

Offenbar ist die Zuständigkeit immer noch nicht vollständig geklärt. Neben Polizei, Bezirksamt und Förster wurden gestern erstmals auch Wasserschutzpolizei und Umweltbehörde für zuständig erklärt. Nun muss nur noch einer handeln.

Polizeiintern wird zurzeit geklärt, warum der Fall „Farbeimer“ dort nicht aktenkundig ist, obwohl ein Bürger die Beamten in einem zufällig vorbeikommenden Streifenwagen vor einer Woche darauf aufmerksam gemacht hatte. Immerhin handelt es sich bei der Ablagerung von Umweltgiften in einem Wasserschutzgebiet um eine Straftat. ag