131115Impulse1Harburg - Unter dem anspruchsvollen Titel "Spannungsfeld Kunst, Religion und Gesellschaft - Wie stellt sich dieses Spannungsfeld dar?" stand die öffentliche Vortragsveranstaltung

"TUHH Impulse", zu der die Stiftung zur Förderung der TU-Harburg und der Wirtschaftsverein für den Hamburger Süden eingeladen hatten. Auf der Bühne lieferten sich zwei echte "Hochkaräter" inhaltsstarke Wortgefechte: Zum Podiumsgespräch geladen waren die Hamburger Kunstexperten Dr. Harald Falckenberg und Hauptpastor Alexander Röder. Der Geschäftsführer der Stiftung zur Förderung der TUHH, Bert E. König, führte wortgewandt und humorvoll durch den Abend. In den jeweiligen Impulsvorträgen referierte Dr. Falckenberg über „Sinn und Unsinn des Enzyklopädischen Palastes“ während Pastor Röder den Fokus auf die „Kunst als Magd und Ketzerin der Kirche“ legte.

In der sich anschließenden Podiumsdiskussion lieferten sich die beiden eine lebhafte Diskussion - sehr zur Freude der mehr als 150 interessierten Besucher der Veranstaltung. Dr. Harald Falckenberg, Jurist, Geschäftsführer eines Familienunternehmens, Sammler internationaler zeitgenössischer Kunst und Vorstandsvorsitzender des Kunstvereins Hamburg, nahm in seinem Impulsvortrag Bezug zum Motto der diesjährigen131115Impulse2 Biennale von Venedig "Il Palazzo Enciclopedico -
Der enzyklopädische Palast". Die Sammlung Falckenberg befindet sich seit 2001 in den Phoenix-Hallen in Harburg. Alexander Röder ist Hauptpastor an St. Michaelis Hamburg, Vorsitzender der „Stiftung Kunst und Kirche“ der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und des Arbeitskreises Kirchenmusik Hamburg-Ost. Er zeigte auf, dass spätestens mit der Aufklärung die sakrale Kunst ihren „objektiven“ Charakter verloren hat. 

Ein weiterer Programmpunkt der Vortragsveranstaltung war die Verleihung des „TUHH-Motivationspreises“, dotiert mit 1500 Euro. TU-Präsident Garabed Antranikian verlieh in seiner Funktion als Vorsitzender des Vorstands der Stiftung zur Förderung der TUHH den Preis an die Studierendengruppe der "Blue Engineers", die sich ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung als Ingenieure und Ingenieurinnen bewusst sind. So bietet die AG für Studierende sogenannte peer-to-peer Seminar zum Thema Nachhaltigkeit an - von Studierenden für Studierende. Ein solches Engagement unterstützt die TU-Harburg aktiv und belobigt es mit der Verleihung des Motivationspreises - hat sie sich doch selbst in Forschung, Lehre und Universitätsbetrieb dem Nachhaltigkeitsgedanken verschrieben. Christoph Drewitz bedankte sich stellvertretend für die Blue Engineers: "Dieser Preis zeigt uns, wie viel wir in den letzten vier Jahren erreicht haben. Wir haben mit Abendveranstaltungen Hörsäle gefüllt, mit Filmvorführungen Studierende unterhalten und inspiriert. Die erste studentische Uni-Zeitung "The Blue Engineer" steht vor ihrer zehnten Ausgabe. Das wir immer dabeigeblieben sind verdanken wir zum einen einem starken internen Zusammenhalt, zum anderen vielen tollen Leuten an dieser Universität." (cb)