131029SandbekWestFischbek –  Da kommt Hoffnung auf! Die Bewohner der Reihenhäuser am Westrand der Sandbek-Siedlung glaubten schon eine fatale Fehlentscheidung getroffen zu

haben, als sie sich für die Grundstücke entschieden hatten. Denn kaum hatten sie ihr neues Zuhause bezogen, wurde bekannt, dass die Stadt das Areal daneben mit Logistik und Airbus-Zulieferern vollstopfen wollte.

Statt auf Felder und Wiesen oder möglicherweise auch auf weitere Reihenhäuser zu blicken, sollten ihnen jetzt riesige Logistikhallen vor die Tür gestellt werden. Nun hat aber Kerstin Zillmann vom Harburger Baudezernat im Stadtplanungsausschuss die Idee vorgestellte, wenigstens 30 Prozent des Areals zwischen der Sandbek-Siedlung und Neu Wulmstorf für den Wohnungsbau zu nutzen. Auf rund 20 Hektar könnten bis zu 400 Wohneinheiten entstehen. „Das ist jetzt erst einmal eine Initiative des Bezirks“, betonte Stadtplanerin Zillmann. Jetzt müsse die Wirtschaftsbehörde von der Idee überzeugt werden.

Die Wirtschaftsbehörde ist immer auf der Suche nach Logistikflächen, aber auch auf Platz für „luftfahrtbezogene Betriebe“, sprich: Airbus-Zulieferer. Auf den ersten Blick bietet sich die Fläche auch an, zumal der Lärm zwischen B73 und Eisenbahn nicht gering sein dürfte. Sie hat aber auch einen gravierenden Nachteil: Airbus-Zulieferer müssten ihre Güter über die B73, durch Neu Wulmstorf bis hin zur Ortsumgehung (B3 neu) und dann weiter nach Finkenwerder transportieren. Eine direkte Verbindung nach Finkenwerder scheitert am entschiedenen Widerstand von Neu Wulmstorf. Die Straße würde nämlich direkt am Vorzeige-Wohngebiet „Apfelgarten“ vorbeiführen. ag