IMG_1939Harburg - Umgestürzte Bäume, Chaos auf Schienen und Straßen: Mit Windgeschwindigkeiten bis zu 162 Kilometern pro Stunde ist am Montag das Orkantief „Christian“ über Norddeutschland

hinweg gefegt. Auch in Harburg sorgte der erste schwere Sturm des Herbstes für viele Schäden. Bereits um 14.25 Uhr hatte die Feuerwehr den Ausnahmezustand ausgerufen.

Besonders hart traf es Nutzer der S3. Am Nachmittag wurde der Verkehr wegen des Sturms komplett eingestellt.  Nicht nur die Strecke nach Harburg, auch alle anderen S- und U-Bahnstrecken, sowie der metronom waren betroffen.

Reisende im Regional- und Fernverkehr mussten Verspätungen und Ausfälle hinnehmen. Am Harburger Bahnhof 131028Sturm1herrschte teilweise Chaos. Reisende versuchten irgendwie weiter zu kommen. Taxen131028Sturm2 waren gefragt wie selten zuvor. Am Busbahnhof kämpften die Fahrgäste um jeden freien Platz in den Bussen.

Auch auf den Straßen gab es Behinderungen. An vielen Stellen blockierten umgestürzte Bäume die Fahrbahn. Die Feuerwehr, darunter auch fast sämtliche freiwillige Wehren im Süden, waren im Dauereinsatz. Am Hamburger Hauptbahnhof saßen viele Fahrgäste fest, die nach Harburg wollten. Über Lautsprecher wurde durchgesagt das es für Fahrten nach Harburg "keine Möglichkeit" gibt.

Im Harburger Binnenhafen begrub ein Baum einen abgestellten Pkw unter sich. An der Strecke neben der S-Bahn hinter B&K durchschlug ein Ast wie ein Speer die Windschutzscheibe eines abgestellten Autos. Verletzt wurde niemand.

Im Göhlbachtal und an der Neuländer Straße stürzten Bäume auf die Fahrbahnen und mussten von der Feuerwehr zersägt und beiseite geschafft 131028Sturm3werden. Am Veritaskai war auf rund 100 Metern 131028Sturm4ein Bauzaun auf den Gehweg gestürzt.

Am Bürogebäude Kaispeicher am Veritaskai riss der Sturm sogar mehrere Verkleidungselemente der Fassade herunter.

Selbst eine der schweren, eisernen Drachenfiguren im Binnenhafen, die in einem Betonsockel verankert sind, kippte der Sturm um.

131028Schaden1An der Hasselwerder Straße stürzte ein Baum auf ein Haus. Gerade in dem Bereich hatte es zahlreiche Einsätze gegeben.

Um kurz vor 19 Uhr meldete die Feuerwehr für ganz Hamburg rund 1400 Einsätze. Mehr als 1000 Bäume, darunter viele im Süden der Stadt sollen entwurzelt worden sein. Die Höhe der Schäden war zunächst nicht absehbar. Der Feuerwehr lagen gegen 19 Uhr noch rund 500 Einsätze vor, die abgearbeitet werden müssen. (cb)