131025Karstadt1Harburg - Die 20000 Karstadt-Mitarbeiter machen mobil: Mit einer bundesweiten Streikaktion wollen sie den Druck auf die Warenhauskette erhöhen.  Sie fordern die

Rückkehr in die Tarifbindung und Ansagen zu den Auswirkungen der Trennung der Häuser Premium und Sport. Viele Häuser bleiben deshalb am Freitag und am Sonnabend geschlossen: Die Beschäftigten wollen um ihre Arbeitsplätze kämpfen.
Das Harburger Karstadt-Haus ist indes nicht von diesem Arbeitskampf betroffen: "Wir haben für unseren Standort beschlossen, bei diesen Streiks nicht mitzumachen", sagte Michael Richter, Betriebsratsvorsitzender bei Karstadt in Harburg, gegenüber harburg-aktuell. Denn: "Das wäre zum jetzigen Zeitpunkt das falsche Signal - auch gegenüber unseren Kunden. Selbstverständlich sind auch wir für eine Rückkehr in den Tarif, ein Streik ist im Moment für uns aber nicht der richtige Weg."  Wichtiger sei es laut Richter, Verhandlungen zu führen, die zu einer Lösung des Problems führen. Richter: "Wir wollen ein positives Signal setzen und zeigen, dass wir hundertprozentig für die Kunden in Harburg da sind."131025Karstadt2
Mit Streikaktionen im gesamten Bundesgebiet wollen die Karstadt-Beschäftigten den Druck auf den Konzern erhöhen. Heute und zum Teil auch morgen müssen sich Kunden deshalb an zahlreichen Standorten auf "erhebliche Beeinträchtigungen bis hin zur Schließung von Häusern" einstellen, wie Verdi am Donnerstag mitteilte. Hintergrund der Aktionen ist die bei Karstadt anstehende dritte Tarifrunde Mitte November. Die Unternehmensführung müsse erklären, wohin die Reise mit Karstadt gehe, sagte eine Verdi-Sprecherin. Vor allem fordert die Gewerkschaft einen Tarifvertrag über Standort- und Beschäftigungssicherung sowie eine Rückkehr in die Tarifbindung. Die Eigentümer Nicolas Berggruen und René Benko müssten ein klares Zukunftskonzept vorlegen. Bei den Beschäftigen des Unternehmens herrsche große Unsicherheit. (cb)