130926TunnelHarburg – Vom dunklen Schmuddeltunnel zum hellbunten Schmuckstück: Der Gloria-Tunnel zwischen Fußgängerzone Lüneburger Straße und Seevepassage macht

gerade eine wundersame Wandlung durch. Nach ein paar kosmetischen Veränderungen, der Eröffnung von Toros Kunstcafé und der ein wenig unkoordinierten Installation von tristen Einheitslampen ist im Stadtplanungsausschuss jetzt die nächste Stufe gezündet worden.

Und siehe da, anders als bei den Einheitslampen, die der „Landesbetrieb Straßen, Brücken, Gewässer“ (kurz: LSBG) anbringen ließ, wird das bunte Sahnehäubchen der Lichttechnik wieder „made in Harburg“. Und das auch noch mit Herzblut!

„Ich bin in Harburg geboren“, sagte Peter Stelljes, Geschäftsführer der Optonaval GmbH am Dampfschiffsweg. „Deshalb kenne ich den Tunnel gut,  als Jugendlicher habe ich mich da immer etwas gefürchtet.“ Ihn reize die Aufgabe sehr, den Tunnel hell und freundlich und die Passage zu einem Erlebnis zu machen. Dabei habe er auf die Ideen von Toro zurückgegriffen, er habe ziemlich genaue Vorstellungen vom künftigen Aussehen des Tunnels gehabt.

Kernstück der Lichttechnik sind bunte LED-Leuchten. Sie werden mit einer aufwändigen Software gesteuert, die nicht nur automatisch ein bestimmtes Programm abspult. Sie kann auch von jedem Smartphone aus gesteuert werden – Voraussetzung dafür ist eine spezielle App. Stelljes: „Das wird so manchen Jugendlichen reizen.“ So etwas spreche sich auch schnell herum, so dass der bunte Tunnel von Harburg schnell zum Stadtgespräch  werden könne.

Falls irgendjemand auf die Idee kommen sollte, seinen Frust an der Lichttechnik auszuleben, wird er schnell sein blaues Wunder erleben. Sollten die Sensoren der Leuchten stärkere Erschütterungen registrieren, reagiert die Software augenblicklich mit blauem Blinklicht und womöglich auch mit einem Warnton. Alarm! Stelljes: „Das wird die meisten wohl abschrecken.“ Sollten Jugendliche auf die Lichttechnik positiv abfahren, kann Optonaval Workshops anbieten. Frische Ideen, nun muss das nur noch alles klappen.

Schon in acht Wochen könnten die bunten Leuchten an den Start gehen, nach weiteren acht Wochen wäre auch die Software klar. Positiv: Auch die Finanzierung steht. Das Bezirksamt macht 88.655 Euro locker. ag