130908FlohMark1Harburg - Über 800 Flohmarktstände und gut 30.000 Besucher. Das ergibt: genau - jede Menge Arbeit. Für die rund 50 Genossen aus dem Kreisverband

der SPD Harburg ist der mit härteste Tag des Jahres.

"Ab 3 Uhr sind die ersten der freiwilligen Helfer da", sagt der Kreisvorsitzende Frank Richter. Dann geht es hauptsächlich um einen geordneten Aufbau.

Dabei kommt es immer wieder zu Problemen, weil Leute glauben Standplätze reservieren zu können. "Das ist aber bei dem Flohmarkt nicht möglich", sagt Richter. Über den Tag geht es um die Lösung kleiner Probleme, Präsenz und das Kassieren der Standgebühr. "So ein Flohmarkt ist teuer", sagt Richter. "Wir zahlen rund 10.000 Euro für die nötigen Genehmigungen, die Müllabfuhr oder Umleitung des Busverkehrs. Am Ende bleibt, wenn überhaupt, nur ein kleiner Betrag."

Richtig hart wird es für die etwa 20köpfige Crew, wenn der Flohmarkt um 16 Uhr beendet ist. Sie müssen das wegräumen und einsammeln, was keinen Käufer fand und nicht wieder mitgenommen wurde. "Das ist eigentlich das größte Problem", so Richter. "Auf dem Sand selbt oder in der Höhlertwiete läuft es ganz gut. Probleme haben wir immer wieder auf dem Herbert-Wehner-Platz oder in der Lüneburger Straße." Dort bilden sich Haufen aus ollen Plünnen, ausgelatschten Schuhen, zerfledderten Büchern oder sonstigen Resten. Die werden immer wieder von Leuten nach doch noch Brauchbarem durchwühlt und so breit verteilt. "Es sind die Bereiche, die am weitesten vom Sand weg sind", sagt Richter. "Vermutlich fehlt die Kontrolle."

Ist der Müll beseitigt, sitzen die Genossen noch einmal kurz zusammen. Dann sind sie sich angesichts der vielen Arbeit jedes Jahr einig: "Das machen wir nie wieder." Stimmt aber gar nicht. Den SPD-Flohmarkt gibt es seit Jahrzehnten. Und es wird ihn weiter geben. "Nur eines darf ich nicht tun", sagt Richter. "Das Thema vor Ablauf des nächsten halben Jahres anschneiden." zv