130903WCHarburg – Nach jahrelangem Hin und Her scheint die K-Frage in Harburg geklärt. Das neue Klo kommt zunächt in Form von Toilettencontainern. Sie sollen in der leerstehenden

Ladenfläche unter dem ehemaligen Blumenmarkt am Marktplatz gestellt werden. Später soll der völlig marode Bereich saniert und mit einem neuen Marktbüro und einer öffentlichen Toilette ausgestattet werden. Dazu ist der Abriss der unterirdischen Toilette am Sand (Foto) geplant, deren beiden Eingänge nahe der Schillerbüste am Taxistand liegen. Damit können die Klo-Scouts des Bezirks, die in den vergangenen Jahren nach einer geeigneten Fläche, unter anderem in dem Fußgängertunnel zwischen Markt und Rathaus, gesucht hatten, diese Aufgabe zu den Akten legen.

Kostenpunkt für die Zwischenlösung: 150.000 allein für die beiden Miet-Container, die aus Bezirksmitteln bezahlt werden. Sie sollen in die Ladenfläche gestellt werden, wenn ein vor 30 Jahren geschlossener Pachtvertrag am 24. Oktober ausläuft.

Dazu sind mal wieder Investoren im Gespräch, die dort im großen stil bauen wollen. Der Haken: Dem Bezirk gehört die marode Fläche des ehemaligen Blumenmarktes, die mittlerweile so marode ist, dass Wasser in den darunter liegenden Laden und Klocontainer-Standort läuft. Das Bolero, das einem Neunbau weichen müsste und die darunter liegende Fläche, in der eine Videothek ist, gehören gar nicht dem Bezirks, sondern dem Unternehmer Dieter Gallas. Selbst wenn der verkauft, bestehen noch langjährige Mietverträge.
Die Frage, warum die städtische Fläche nicht saniert wird, ist komplexer. Mit dem Pächter gibt es einen langjährigen Rechtsstreit. Bereits vor zehn Jahren konnte der Bezirk ein Urteil erstreiten, nach dem der Pächter die Sanierung der Fläche, damals 500.000 Euro, durchführen oder Schadensersatz leisten muss. Eingefordert wurde das von der Verwaltung nie. Mittlerweile dürften die Schäden an der Fläche noch größer sein. Neue Gutachten und neue rechtliche Streitigkeiten sind vorprogrammiert. dl