130702Platz1Moorburg – Wann die Brücke gebaut wird oder ob sie überhaupt gebaut wird, steht noch in den Sternen. Wie die Moorburger Autobahnbrücke über die Süderelbe aussehen könnte, zeigt

eine Ausstellung, die seit heute im Elbcampus, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer, Zum Handwerkszentrum 1, in der Nähe zum Bahnhof Harburg, eröffnet wurde.

Gezeigt werden alle preisgekrönten Entwürfe, die zum Architektenwettbewerb eingereicht worden waren.

Gewonnen hatte der Entwurf der Ingenieurgemeinschaft sbp – WTM –  D+W aus Stuttgart, Hamburg und Kopenhagen.

Im Zuge der Hafenquerspange, die jetzt unter „A26 Ost“ firmiert, muss auch die Süderelbe gequert werden. Da eine Tunnellösung zu teuer geworden wäre, bat die DEGES („Bauherr und Hausherr der öffentlichen Infrastruktur“) um Vorschläge für eine Brücke.

130702BruDer Siegerentwurf sieht eine Schrägseilbrücke mit einer Länge von 535 Metern (Köhlbrandbrücke: 520 Meter) und einer Pylonenhöhe von 140 Metern (Köhlbrandbrücke 135 Meter) vor. Dazu kommen die Rampen. Auf der Hohen Schaar wird die Autobahn als Hochstraße (ähnlich wie die A7 nach dem Elbtunnel in Richtung Süden) weitergeführt. Auf der Moorburger Seite wird die Autobahn in einem Bogen um das Dorf herumgeführt. In Wilhelmsburg ist von der Kornweide ein rund 600 Meter langer Tunnel geplant, der unter der Bahnbrücke und den angrenzenden Wohngebieten vorbei führt, um als „Trog“ weiter bis zur Autobahnanschlussstelle Stillhorn zu führen.

So weit die Planung, die jetzt forciert werden soll. Wie es tatsächlich weiter geht, steht noch in den Sternen, bislang ist noch nicht einmal die Finanzierung der A26 Ost gesichert.

Die neue Strecke, das ist der Vorteil, wird im Gegensatz zur Hafenquerspangenlösung weiter nördlich vom Bund finanziert. Läuft alles glatt und gibt es Geld, könnten 2016 erste Vorbereitungsarbeiten stattfinden.

Mit dem eigentlichen Brückenschlag ist nicht vor 2018 zu rechnen. Die Bauzeit wird aus heutiger Sicht mit rund drei Jahre veranschlagt. ag/zv

130702Platz1-2 Die Schrägseilbrücke mit ihren hohen Pylonen der der Ingenieurgemeinschaft sbp – WTM –  D+W aus Stuttgart, Hamburg und Kopenhagen fand die einstimmge Zustimmng der Jury. 130702Platz1-3
130702Platz2 Kinkel + Partner, Ges. Beratender Ingenieure aus Neu Isenburg nahmen einen Viermaster als Vorbild für ihren Entwurf, der den zweiten Platz belegte. 130702Platz2-2
130702Platz3-2 Die asymmetrische Schrägseilbrücke des Ingenieurbüros Ponting d.o.o aus Maribor in Slowenien kam auf den dritten Platz. In dem Fall wäre die Brücke von einem Pylon getragen worden. 130702Platz3-3