130606MosesHarburg – Sie ist  eine der schlimmsten städtebaulichen Sünden in Harburg: die Lärmschutzwand, die die Anwohner am Karnapp vor dem Eisenbahnlärm schützen soll. Erstens

bringt sie eigentlich gar nichts, weil sie zwar tatsächlich den Eisenbahnlärm zurückhält, zur "Freude" der Anwohner reflektiert sie aber gleichzeitig den Lärm der Lkw auf der Straße Karnapp.

 

Viel schlimmer aber: Da wird nunmehr seit Jahrzehnten über die fürchterliche Barriere zwischen Harburger Innenstadt und Binnenhafen gewettert und überlegt, wie man Eisenbahn und B73  überwinden kann. Und dann wird auch noch eine hohe Wand gebaut, die die Trennung auch optisch und städtebaulich noch verstärkt.

Junge SPD-Bezirksabgeordnete wie Ronja Schwager und Jan-Philipp Schucher haben sich jetzt Gedanken gemacht, wie man die optische Trennung wenigstens ein wenig entschärfen kann. Ihr Vorschlag: Graffiti-Künstler sollen die Wand verschönern, am besten mit einem Binnenhafen-Motiv. Als gelungenes Beispiel nennen die Abgeordneten  die „Wall of Fame“ am Bostelbeker Hauptdeich, inspiriert, inszeniert und organisiert vom Verein „GroßstadtRaum“.

Das Bezirksamt soll jetzt prüfen, ob das machbar ist und wie viel so eine  Aktion kosten würde. ag