130603BhFestHarburg – Regnet’s oder regnet’s nicht? Das war angesichts der schwarzen Wolkenfront im Westen noch die entscheidende Frage beim 13. Harburger Binnenhafenfest.

Es blieb zwar fast trocken, dafür fegte Tief „Sabine“ gegen Abend Zelte und Besucher weg, und über Facebook und per Twitter wurde S.O.S. gefunkt: Schickt uns Glühwein! Es war schon rekordverdächtig kalt an diesem ersten Juni-Abend.

„Sabine“ zu Trotz: Es war wieder ein richtig schönes Fest! Ein Hafen voller Schiffe, überall nette Leute, ständig liefen sich Freunde, Bekannte und Nachbarn über den Weg, rund um Center Court und Lotse-Promenade auf der Schlossinsel auffallend viele jüngere Menschen und wohl auch jede Menge Leute, die zum ersten Mal den Sprung über die Elbe gewagt hatten und feststellen mussten, dass hier im Süden auch schon gelebt wird. Und alles schön bunt ist! Zählen konnte all die Menschen keiner, immerhin haben das Orga-Team von der KulturWerkstatt und die Polizei geschätzt, dass es an beiden Tagen zusammen an die 105.000 Besucher gewesen sein könnten. Und so jubelt der „Gemeinnützige Verein zur Pflege von Kunst und Kultur“ denn auch: „Das war Besucherrekord.“

Und wenn es nur ein paar hundert Leute gewesen wären: Klasse, was das Team von der KulturWerkstatt Jahr für Jahr auf die Beine stellt – ohne Riesenetat, dafür aber mit ungeheurem persönlichem Engagement! Das Team lässt sich auch von ein paar Nickligkeiten nicht abhalten, die bei jeder Großveranstaltung vorkommen. Ärgerlich nur, wenn sie vermeidbar waren. Wie das Fehlen von Wasseranschlüssen oder auch ausreichenden Stromquellen auf dem Kanalplatz. Da werden Harburg 1,3 Millionen Euro an „Sondermitteln“ für einen neuen Festplatz am Wasser spendiert, aber die Buden müssen hunderte Meter Schläuche verlegen, damit sie ihre Gläser spülen können.

Gorch von Blomberg von der KulturWerkstatt verrät auch schon mal, wann das 14. Harburger Binnenhafenfest steigt – nämlich am 31. Mai und 1. Juni. Und er sagt: „Harburger Einrichtungen, Vereine und Schulen sind jetzt schon eingeladen, sich in die Festplanung einzuklinken und das Binnenhafenfest nach dem Motto ,von Harburgern für Harburger und den Rest der Welt‘ gemeinsam mit der KulturWerkstatt wieder umzusetzen.“ Nur „Sabine“ kann ruhig bleiben, wo sie ist. ag