130518KatSchuNeugraben – Schüler, Eltern und Lehrkräfte der Katholischen Schule Neugraben (KSN) wollen die geplante Aufgabe von großen Bereichen der Grund- und

Stadtteilschule mit Vorschule an der Cuxhavener Straße nicht hinnehmen.

Dem Katholischen Schulverband, der insgesamt 60 Millionen Euro in den kommenden Jahren in die 21 katholischen Schulen investieren will, werden Vorwürfe gemacht.

 

Die Schule wehrt sich dagegen, zugunsten anderer Standorte ins Hintertreffen zu geraten. Dieses besonders vor dem Hintergrund, dass der Sanierungsstau nur entstehen konnte, da in den letzten rund 20 Jahren immer wieder angemahnte Investitionen an der KSN unterblieben, zugunsten erfolgter Sanierungen und Neubauten an anderen Schulstandorten“, heißt es in einer Mitteilung.

Auch die Entscheidungsfindung wird kritisiert. „Weder gab es im Vorwege eine transparente Kommunikation oder Informationen zu den Planungen, noch wurden vor Ort fundierte Expertisen eingeholt. So wurden die Neubaugebiete in Neugraben und Umgebung, die für ein enormes Bevölkerungswachstum besonders bei jungen Familien in Einzugsbereich der Schule sorgen werden, schlichtweg ignoriert oder gar nicht ermittelt“, heißt es weiter in der Mitteilung.

„Die mutmaßlichen Fakten, mit denen der Katholische Schulverband die Standortentwicklungen begründet, entbehren jeder Grundlage“, so der kommissarische Schulleiter Wolfgang Pickartz, der sich nicht nur auf die uneingeschränkte Unterstützung seines Kollegiums und der Elternschaft verlassen kann. Darüber hinaus fragen sich alle Betroffenen, wie dieser rein ökonomisch begründete Beschluss mit dem pastoralen Auftrag der Katholischen Kirche in Einklang zu bringen sei.

Heute zählt der Standort rund 700 Schüler. Erhalten bleiben soll lediglich der Grundschulbereich, der bis 2023 dazu verkleinert werden soll.