121020SlalomRönneburg –  Die SPD-Fraktion hat sich für den Umbau des Rönneburger „Straßenzwitters“ in eine echte Tempo-30-Zone mit allen möglichen

Schikanen entschieden –  auf Begeisterung wird sie damit allerdings weder bei der Initiative „Bürgerbegehren Vogteistraße/Jägerstraße“ noch bei den Anwohnern der Nachbarquartiere stoßen.

In ihrem Antrag für die nächste Bezirksversammlung lehnt die SPD nämlich eine der zentralen Forderungen der Initiative ab: Es wird keinen Tonnagebeschränkung für Lkw geben. Und für die Anwohner von Meckelfelder Weg, Radickestraße und anderen Straßen in der Nachbarschaft hat die SPD nur Absichtserklärungen, nicht aber konkrete Maßnahmen übrig.

„Uns war es Dabei war es sehr wichtig, keine Verdrängung des Verkehrs in benachbarte Straßen zu bewirken“, sagt Michael Dose, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Die Messungen von Polizei und Gutachter hätten ergeben, dass es bisher nicht zu einer Verlagerung des Verkehrs in andere Straßen gekommen ist. Es sei der SPD-Fraktion sehr wichtig, dass dies so bleibt. Sie werde darauf auch in der Zukunft aufmerksam achten und in ihren verkehrspolitischen Planungen berücksichtigen.

Anwohner der Radickestraße haben allerdings ganz andere Erfahrungen gemacht. Gegenüber harburg-aktuell hatten sie von einer „spürbaren Zunahme“ des Verkehrs berichtet, seit in der Jägerstraße und der Vogteistraße provisorische Fahrbahnverengungen aufgestellt worden sind. Nach dem Willen der SPD soll der Verkehr in Jägerstraße und Vogteistraße noch mehr beruhigt werden. So sollen aus den provisorischen Verengungen feste werden, außerdem sollen alle Busbuchten beseitigt werden. Die Busse halten dann wieder auf der Fahrbahn. Außerdem soll künftig an allen Kreuzungen rechts vor links gelten.

Die Gutachter hatten vorgeschlagen keine Schikanen einzubauen und Tempo 30 mit Vorfahrt für die Vogteistrasse einzurichten. So würde der beste Verkehrsfluß und am wenigsten Belastungen und Gefahr entstehen. Davon wollten weder Politik noch Anwohner etwas wissen.

ag