130418ZehntlandHarburg„Abriss in wenigen Wochen!“ So hieß es schon Ende 2012 über das marode Behelfsheim aus den 1920er-Jahren am Zehntland – zwischen Stadtautobahn und OBI

am Großmoordamm. Richtig ernst wurde es, als die ehemaligen Mieter der kleinen Altbauwohnungen und deren Angehörige aufgefordert wurden, auch die Schuppen hinter dem Behelfsheim zu räumen. Das ist nun auch schon wieder einige Wochen her, seither rührt sich nichts mehr.

„Als wir hier vor mehr als 20 Jahren unser Häuschen gebaut hatten, mussten wir extra eine Warft anlegen“, sagt eine Nachbarin des Behelfsheims. „Und einen Keller durften wir auch nicht ausschachten. Weil der Boden hier mit Schwermetallen wie Cadmium, Blei und Arsen verseucht ist.“ Sie sei gespannt, ob das auch für die neuen Reihenhäuser gelte. So ganz unbekannt dürfte dem Investor das alles ja nicht sein. Schließlich seien vor kurzem  auf dem Baugrund Bodenprobe entnommen worden.

Harburgs Baudezernent Jörg Penner sieht das alles nicht dramatisch: „Es ist bekannt, dass die Häuser dort auf einer ehemaligen Hausmülldeponie stehen. Das muss beim Bau natürlich berücksichtig werden.“ Es sei auch bekannt, dass der Boden mit Schwermetallen, aber auch mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) kontaminiert sei. Das sei aber kein Grund, dort nicht zu bauen. Möglicherweise müsse eine 30 Zentimeter dicke Schicht Mutterboden aufgetragen werden. Penner: „Wir klären das gerade alles.“ ag