121204RSWilhelmsburg - Diese Nachricht dürfte die lärmgeplagten Anwohner der Hauptverkehrsstraßen in Harburg hellhörig machen: Während der Internationalen Gartenschau (igs) wird es kein Fahrverbot für Lkw über

7,5 Tonnen geben. Das hat die Hamburger Wirtschaftsbehörde mitgeteilt.

Interessant ist vor allem die Begründung von Senator Frank Horch: Die Wirkung von Flüsterasphalt und Lärmschutzwänden in Verbindung mit der Reduzierung der Geschwindigkeit ist größer als erwartet.“

Nun könnte es einige Aktivisten aus der Bremer Straße, der B73 oder auch der Vogteistraße auf den Plan rufen, die ähnliche Maßnahmen auch für ihren Bereich fordern – wenn der Senator doch jetzt zugegeben hat, dass sie wirksamer sind als gedacht. Allerdings: Wer will schon eine Lärmschutzwand vor der Tür haben?

 

Ursprünglich war geplant, den Besuchern der Gartenschau mit Hilfe von verschiedenen Lärmschutzmaßnahmen ein „ungetrübtes Erlebnis zu bieten“. Dazu gehörten eine Sicht- und Lärmschutzwand sowie offenporiger Asphalt (OPA). Außerdem sollte es während der täglichen Öffnungszeiten der Gartenschau von 9 bis 22 Uhr ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen geben.

Aktuelle Lärmmessungen haben nun ergeben, dass der gewünschte maximale Schallpegel von 60 Dezibel mit Wand, OPA und Tempo 50 schon eingehalten werden. Deshalb müssten die Lkw nicht mehr umgeleitet werden.

Offenbar kann auch igs-Geschäftsführer Heiner Baumgarten damit leben. Er sagt: „Als Organisatoren wollen wir natürlich, dass die igs für alle Hamburgerinnen und Hamburger eine Bereicherung ist. Auch für die Unternehmen, die Wilhelmsburg als wichtige Verbindung nutzen müssen. Deshalb unterstützen wir die Entscheidung der Behörde.“ ag