130128StudiwohnungenHarburg - Nach jahrzehntelangem Dornröschenschlaf ist Harburg auf dem besten Weg, eine richtige Universitätsstadt zu werden. Nach ihrer Gründung im Jahr 1978 wollte die Hochschule nicht so richtig in ihrem Stadtteil

anwachsen. Die Studenten verließen Harburg nach den Vorlesungen und Seminaren fast fluchtartig, die Anwohner konnten sich schon wegen der Wagenburg-Architektur kaum mit ihrem großen Nachbarn anfreunden, ärgerten sich höchstens über die vielen Autos mit „auswärtigen“ Kennzeichen vor ihrer Haustür.

 

Jetzt geht es aber Schlag auf Schlag: Mit der stilvoll umgebauten Schwarzenberg-Kaserne hat die TUHH endlich ein echtes Eingangstor, demnächst soll im gerade geräumten Gesundheitsamt eine Filiale der Mensa eröffnet werden, in der auch die Anwohner willkommen sind.

Damit nicht genug: In den nächsten zwei bis drei Jahren werden in Harburg gleich drei neue Studentenheime gebaut. Am weitesten fortgeschritten ist der Hübner-Bau zwischen Fußgängerzone und Krummholzberg, dort sollen 54 Studentenwohnungen entstehen.

Vielleicht schon im März soll am Schellerdamm mit dem Bau eines fünf- bis achtgeschossigen Gebäudes begonnen werden, in dem Platz für 197 weitere Studenten ist. Dass im Erdgeschoss Räume für Einzelhandel und Gastronomie eingeplant sind, ist für alle ein frohe Botschaft, die endlich Leben in der „Bude Binnenhafen“ sehen wollen. Bislang ist abends in dieser Gegend eher Totentanz, nicht gerade ein lohnendes Pflaster für Gastronomen.

Das alles ist noch gar nichts gegen ein Projekt, über das schon viel gemunkelt wird. Konkretes ist nur Insidern bekannt, die Investoren wollen öffentlich noch nichts verraten und ihre Pläne voraussichtlich im Februar den Mitgliedern des Stadtplanungsausschusses hinter verschlossenen Türen in vertraulicher Runde vorstellen. So viel kann verraten werden: Das Haus mit mehr als 300 Studentenwohnungen soll am Bleicherweg in der Nähe des Harburger Amtsgerichts gebaut werden. ag