121107HGHarburg – Es sieht schick aus, das neue Hauptgebäude der TU am Schwarzenberg. Was für 28,5 Millionen Euro von der Sprinkenhof AG aus der rund 150 Jahre alten , ehemaligen Pionierkaserne gemacht wurde, kann sich sehen lassen. Doch

der Bau soll Macken haben. Studenten verrieten es harburg-aktuell.

Danach schimmelt es im Keller, Steckdosen und andere Teile der Elektronik funktionieren nicht, Fenster sind undicht. Dazu gibt es Kritik an der Ausstattung. Sie sei nicht durchdacht eingebaut worden. So sind die Stuhlreihen in den Hörsälen nicht versetzt. Ergebnis: Man kann nicht richtig sehen. Außerdem soll es so eng sein, das kurz mal aufstehen nicht so leicht ist.

Die TU räumt ein, dass es Probleme gibt.  So hat man im Keller Schimmelsporen in der Luft entdeckt. Es sind Räume ohne feste Funktion. Jetzt stehen dort Entfeuchter. Auch an den Fenstern im Erdgeschoss wird gearbeitet. Ersatz direkt von der Fensterfirma wird es nicht geben, die ist insolvent.

Auch Henning Tants, Chef der Sprinkenhof AG räumt einzelne Mängel ein. Die Gebäudetechnik ist hoch komplex, man brauche etwa ein halbes Jahr, um sie einzuregeln. Das es Mängel an einem Neubau gibt, sei laut Tants so gut wie unvermeidlich. Der Punkt sei, wie man damit umgeht. Dazu gibt es eine starke Ansage. Sie werden ohne wenn und aber beseitigt. Dass es, wie es aus Kreisen der Studierenden verlautet, eine Mängelliste mit fast 2000 Einzelpunkten gibt, wollte die TU nicht bestätigen.

Die 1871 gebaute Pionierkaserne wurde ab 2010 zum Hauptgebäude der Technischen Universität umgebaut. Rund 3700 Quadratmeter Platz wurde für 208 Räume geschaffen, von denen die Hälfte von der Verwaltung genutzt werden. Für die Studenten wurden 18 Lernräume, zwölf Seminarräume mit 320 Plätzen, zwei Hörsäle mit zusammen 160 Plätzen und ein Raum mit 30 Computerarbeitsplätzen geschaffen.

2014 soll das Hauptgebäude noch größer sein. Bis dahin soll Ostflügel saniert sein. Dort  werden auf etwa 800 Quadratmetern weitere Räume für studentische Lerngruppen sowie Büroräume für Lehrpersonal zur Verfügung stehen. Die Kosten in Höhe von 4,2 Millionen Euro finanziert die TUHH aus Überschüssen vorheriger Jahre. zv