121012TurmHarburg - Das erleben Investoren wahrscheinlich nicht allzu oft: Dass die städtischen Baubehörden sie ermuntern, höher zu bauen als ursprünglich geplant. Michael Habacker, einer der geschäftsführenden Gesellschafter

der Düsseldorfer Habacker Holding GmbH & Co. KG, hat es jetzt im Harburger Stadtplanungsausschuss erlebt.

 

Seine Holding, die sich auf die Entwicklung und das Management von Immobilien für Logistik, Industrie und Gewerbe spezialisiert hat, hatte als Teil eines Konsortiums 25 ehemalige ThyssenKrupp-Immobilien erworben – darunter auch die Gebäude an der Seevestraße, in denen die Maschinenfabrik Harburg-Freudenberger ihren Sitz hat.

Nun soll die Seevestraße ja nicht nur deshalb ein Stück nach Norden verlegt und neu an die Hannoversche Straße angebunden werden, damit dort der gesamte Durchgangsverkehr im Harburger Binnenhafen gebündelt werden kann. Habacker will auch die Gelegenheit nutzen, seine „Ländereien“ in Harburg neu zu ordnen. Clou des Ganzen soll ein Kopfbau werden, der direkt neben der maroden Brücke der Hannoverschen Straße über die Eisenbahn entstehen soll. Habacker hatte bisher mit zehn Stockwerken geplant.

Aber das Harburger Bauamt will mehr. „Zehn Stockwerke sind eigentlich viel zu niedrig“, sagte Harburgs Chefplaner Carl-Henning von Ladiges bei einem Ortstermin am Harburger Stadtmodell im neuen WBZ. Der Bürobau entstehe an einer prominenten Stelle in Harburg, er werde für „lange, lange Zeit die Eingangssituation Harburgs prägen“, deshalb wünsche er sich hier einen architektonisch hochwertigen, markanten Bau. Er könne sich durchaus 16 Stockwerke vorstellen.

Dann hätte der neue Habacker-Bau eine Höhe von rund 65 Metern, sei also immer noch zehn Meter niedriger als der Channel-Tower an der Ecke Karnapp/Schellerdamm. Die Mitglieder des Ausschusses baten um Bedenkzeit. Ag