121005KuhtriftHeimfeld Auf den neuen Besitzer der Flurstücke 25, 33, 126 und 129 in der Gemarkung „Vahrendorfer-Forst“ wartet eine Menge Arbeit. Denn der Mischwald an der A7, der offiziell nur durch die Privatstraße „Kuhtrift“ erschlossen wird, verkommt immer mehr zur Müllkippe. Außerdem wuchert die Straße im oberen Bereich, kurz hinter dem Parkplatz an der Hundelauffläche, immer mehr zu. In diesem Jahr hat dort noch niemand Gras und Sträucher am Straßenrand geschnitten.

Weiter unten trifft man auf wütende Spaziergänger. „Das ist eine absolute Sauerei“, sagt Werner Weiss, der hier öfter mit seinem Hund unterwegs ist. „Eines Morgens lag hier plötzlich eine ganze Wagenladung Bauschutt. Einfach abgekippt.“ Dass die Leute nicht erwischt worden sind, habe sie offensichtlich ermuntert. Wenige Tage später lag eine weitere Ladung Bauschutt daneben.

„Wir haben schon bei der ersten Ladung die Polizei gerufen. Die wollte sich darum kümmern“, sagt ein Bewohner der kleinen Waldsiedlung westlich der Autobahn. Ständig beobachten seine Nachbarn und er irgendwelche wildfremden Lieferwagen. Sie kurvten herum, als wenn sie was suchten. Und später entdecke man dann wieder eine Ladung Müll. Der Siedler: „Einmal hatte einer gerade einen kompletten Friseursalon abgeladen und in den Wald geschmissen. Das sollte von einer Insolvenz in Jesteburg stammen.“ Er habe die Handwerker erwischt und war noch mit ihnen ins Gespräch gekommen. Trotzdem seien sie zunächst abgehauen, um dann wenig später wiederzukommen und alles wieder aufzuladen. „Die hatten wohl Angst, dass ich sie anzeige“, sagt der Siedler, der seinen Namen nicht nennen will. Einige der Leute seien nämlich wesentlich frecher. Einmal habe er welche erwischt, die wurden aber sofort aggressiv und hätten ihm gedroht.

Übrigens: Wer Bauschutt ordnungsgemäß auf einem der Recyclinghöfe im Bezirk Harburg oder in den benachbarten Gemeinden in Niedersachsen abgeben will, muss pro Tonne mit Gebühren zwischen 17 und mehr als 100 Euro rechnen. ag