090922ReichsstrasseWilhelmsburg - Der Bund wird die Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße mit 57 Millionen Euro finanzieren. Die restlichen 10,4 Millionen Euro der geschätzten Baukosten wird Hamburg tragen. Dazu muss die Stadt auch die Abrisskosten für die alte Strecke zahlen. So sieht die Einigung zwischen Bundesregierung und Senat aus. Die neue Reichsstraße wird dann östlich der jetzigen Strecke neben der Bahnstrecke verlaufen. Außerdem sind umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen geplant. „Für die weiteren Planungen ist für uns ein optimaler gemeinsamer Lärmschutz für eine verlegte Wilhelmsburger Reichsstraße und die Bahntrasse von zentraler Bedeutung. Die Verlegung bietet damit nicht nur große städtebauliche Chancen, sondern zudem die Möglichkeit, auch für die Anwohner an der Bahntrassse einen besseren Lärmschutz zu erreichen“, sagte Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk.

Hamburg will jetzt auf die Tube drücken. Man möchte die Verlegung bis zur Eröffnung der Internationalen Bauausstellung und der Internationalen Gartenschau 2013 abgeschlossen haben. Dieser Plan wird als sehr ehrgeizig angesehen. Es sollen noch die Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung in die Planungen einfließen. Die Vereinbarung steht unter dem Vorbehalt, dass die benötigten Haushaltsmittel auf Seiten des Bundes zur Verfügung stehen. Außerdem muss die Bürgerschaft der Finanzierung noch zustimmen.
In Wilhelmsburg gibt es bereits Widerstand gegen den Neubau einer Reichsstraße. Damit sind auch juristische Streitereien im Vorfeld des Baubeginns vorprogrammiert. (dl)