120828SchwHarburg - Es lag so nahe: eine herrliche öffentliche Parkanlage mit großer Rasenfläche, daneben eine Universität mit inzwischen 6000 Studenten. Eine bessere Möglichkeit, neben dem Geist auch mal den Körper fit zu halten, sollte

es doch eigentlich nicht geben. Lange Zeit aber war der Schwarzenbergpark eher ein Tummelplatz für Spaziergänger mit Hund, ein paar Jogger und einmal im Jahr ein Treffpunkt für die Schützengilde.

 

Jetzt tut sich was. Die TUHH hat ein neues Eingangstor direkt gegenüber, Studenten des Northern Institute of Technology (NIT) treffen sich zweimal wöchentlich im Park zum Kricket-Spielen und die Projektgruppe „Studentische Infrastruktur“ des Wirtschaftsvereins, die die Vision „Harburg 2020/2050“ Stück für Stück Wirklichkeit werde lassen will, tagt nicht nur, sie hat längst konkrete Erfolge vorzuweisen.

Nach der Online-Wohnungsbörse für Studenten (www.tuhh-wohnboerse.de) ist jetzt der Schwarzenbergpark für die sportliche Nutzung freigegeben worden – und nicht nur das. Es sind auch Sportgeräte für die Studenten angeschafft worden, dazu gibt es ein Volleyballnetz und eine Tischtennisplatte.

Student Ingo Labbus, früher auch Mitglied des Allgemeinen Studierenden Ausschusses (AStA), hatte in der Projektgruppe den Wunsch nach mehr Sportmöglichkeiten geäußert. „Mit so einem vergleichsweise einfachen Wunsch hatten wir nicht gerechnet“, sagt Udo Stein vom Wirtschaftsverein und Verantwortlicher der Projektgruppe. „Große Wünsche dauern bekanntlich etwas länger, aber bei kleinen geht es manchmal etwas schneller.“

Er machte aus dem Etat der Harburg-Vision 2020/2050 Geld für Fußball, Basketball, Volleyball, Football, eine Satz Leibchen, Bad- und Speedmintonschläger samt Bällen, einer Slackline, Frisbees und andere Wurfgeräte locker.

Außerdem sorgte Gerrald Boekhoff, Leiter des Fachamts „Management des öffentlichen Raums“ im Bezirksamt Harburg für die Freigabe des Parks für die Sportnutzung und er ließ ein Stück Rasen ebnen und neu einsäen. Schließlich musste noch Bürgermeister Olaf Scholz jene 5000 Euro rausrücken, die er Harburg beim Vogelschießen im Juni zur Erfüllung eines besonderen Wunsches zugesagt hatte. Und schon steht ein Volleyballnetz auf dem Schwarzenberg.

Die Studenten sind begeistert. „Gewinner sind nicht nur wir, sondern im Sinne der Harburg-Vision der ganze Standort“, sagt Ingo Labbus und ließ den Volleyball zusammen mit dem AStA-Vorsitzenden Carl Eißing und seinem Stellvertreter Dominik Pöltl über das Netz fliegen. mz