120814HafenverbotHarburg - Was für eine gute Idee! Der Unternehmer Reinhard Knoche – ein bekennender Harburg-Fan – will ein modernes Fahrgastschiff für 120 Passagiere kaufen und damit die Tradition der Schiffsverbindungen zwischen

Harburg und Hamburg aufleben lassen. Geplante Fahrtziele: unter anderem die Elbphilharmonie, Cuxhaven oder die Cruise Days. Seinen Liegeplatz soll das Seebäderschiff im Harburger Binnenhafen haben. Eine echte Attraktion für Harburgs Perle am Wasser!

 

Doch daraus wird voraussichtlich nichts. Das Bezirksamt wird den Plänen einen Riegel vorschieben und hält wie berichtet an seinen Plänen fest, den Kanalplatz und den gegenüberliegenden Lotsekai mit einem Geländer zu sichern – damit niemand ins Wasser fällt. Knoche: „Wenn das tatsächlich so kommt, können wir dort nicht problemlos anlegen oder unsere Passagiere ein- und aussteigen lassen. Dann gehen wir eben woanders hin.“ Punkt! Aus!

Bezirksamtsleiter Thomas Völsch kennt Koches Pläne, sagt aber: „Das Geländer kommt!“ Er müsse sich an die Vorschriften halten. Darüber kann sich Jürgen Albers, stellvertretender Leiter der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) nur wundern. Seit Bestehen der BSU habe es nur einen einzigen Fall gegeben, bei dem Personen von einer Kaimauer ins Wasser gefallen seien. „Das waren zwei Polizisten“, sagte Albers beim Hafenfrühstück der KulturWerkstatt. Sie seien von einer Gangway gefallen, weil das Geländer schadhaft war. mz