120810HTeHeimfeld - Nach einem Fehlstart bei der Wohnungsbauinitiative des SPD-Senats liegt der Bezirk Harburg in diesem Jahr gut im Rennen. Zur Halbzeit, also Ende Juni, hatte das Bezirksamt Genehmigungen für gut 420 Wohnungen erteilt. Zum Jahresende sollen rund 700 erreicht werden.

Doch schon beim nächsten großen Wohnungsbauprojekt, den „Heimfelder Terrassen“  auf dem ehemaligen THW-Gelände am Alten Postweg, könnte der gute Lauf wieder etwas gebremst werden: Anwohner haben mehr als 350 Unterschriften gegen die Pläne des Investors, der Strabag Real Estate, gesammelt.

 

Der gültige Baustufenplan „Heimfeld B69“ erlaubt dreigeschossige Gebäude plus einem Staffelgeschoss. Der Investor möchte aber fünf voll Geschosse bauen. Auf diese Weise sollen in neun Mehrfamilienhäusern und vier Stadthäusern 143 Wohnungen angeboten werden. Deshalb hat er eine Befreiung von den Vorschriften des Baustufenplans nach Paragraph 31 des Baugesetzbuches beantragt – wohl auch in der Hoffnung, angesichts der ehrgeizigen Wohnungsbauinitiative des Senats auf amtliches Wohlwollen zu stoßen.

„Dazu müssen aber die nachbarlichen Interessen gewürdigt werden. Das schreibt das Baugesetz so vor“, sagt Bezirksamtssprecherin Beatrice Göhring. Das Bezirksamt werde nun die direkten Anwohner ansprechen und sie auffordern, ihre Einwände gegen das Projekt vorzunehmen. Mit den Unterschriften haben diese ein erstes Zeichen gesetzt. mz