120806StaunStaunHarburg – Der kleine Flachbildschirm auf dem etwas in die Tage gekommenen Tisch ist schon das Highlight, das die Sicherheitswache im S-Bahnhof Harburg zu bieten hat. So hat es eine gewisse Komik, als 

Innensenator Michael Neumann sich am Montagvormittag die Überwachungstechnik als Höhepunkt seines Besuches vorführen lässt.

Als „moderne Videotechnik“ wird der Bildschirm beschrieben, der sich etwas umständlich über einem unter dem Tisch verborgenen Schalter auf verschiedene Kameras aufschalten lässt. Geschenkt.

Es geht auch mehr um das Personal. Das wurde dank einer Finanzspritze der Stadt, die vier Millionen Euro locker machte, aufgestockt. So kann in Tunneln und auf Bahnsteigen deutlich mehr Präsenz gezeigt werden. Sicherheitspartnerschaft heißt das dann. Seit einem Jahr läuft sie und deswegen auch der Besuch. Harburg partizipiert ganz gut davon. Denn der Harburger S-Bahnhof ist neben dem Hauptbahnhof, Altona, dem Kiez und Bergedorf einer der fünf Hauptbrennpunkte, an denen das Sicherheitspersonal der S-Bahn eingreifen muss.

Die Truppe hat dabei keine polizeilichen Befugnisse. Dafür haben die Sicherheitskräfte das Hausrecht. Damit lässt sich schon einiges glätten. Wer sich schlecht benimmt, der fliegt eben aus dem Bahnhof. So sind es auch Verstöße gegen das Rauch- oder Alkoholverbot, pöbelnde Zeitgenossen oder illegaler Fahrkartenhandel, weswegen die Mitarbeiter der S-Bahnwache überwiegend aktiv werden. Auch auf der administrativen Ebene geht was durch die Sicherheitspartnerschaft. „Die Zusammenarbeit der Verkehrsunternehmen mit Landes- und Bundespolizei ist noch intensiver geworden“, sagt Kay Uwe Arnecke, Sprecher der Geschäftsführung der S-Bahn Hamburg. „Insbesondere bei Sicherheitslagen wie besondere Veranstaltungen können die Kräfte besser gebündelt und aufeinander abgestimmt werden.“ zv